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Spielersteckbrief zu Raúl Blanco |
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Position: |
Stürmer |
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Geburtstag: |
27.06.1977 |
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Alter: |
35 Jahre |
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Größe: |
1.82 m |
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Nationalität: |
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Positionen
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Das laufende Denkmal
Über einen Spieler wie Raúl braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Beinahe ein ganzes Fußballerleben lang im Dienste Real Madrids, gewann die spanische Legende eigentlich alles was es im internationalen Vereinsfußball zu gewinnen gibt.
Zuletzt endlich auch einen nationalen Pokal mit Schalke 04. In Ermangelung von Europaliga (ehemals UEFA Cup)-Teilnahmen der Königlichen fehlt ihm so lediglich der Gewinn des „Cups der Verlierer“. Aber wer braucht den schon? Seine unzähligen individuellen Auszeichnungen werden ihn darüber hinweg trösten. Wer sich ein genaueres Bild darüber möchte, dem sei Wikipedia ans Herz gelegt. Nur so viel: Was der Mann alles gewonnen hat, reicht normalerweise für mehrere glanzvolle Karrieren. Und Spielerportraits.
Mit dem FC Schalke 04 scheint der Spanier nun das vielleicht letzte Kapitel seiner Laufbahn aufgeschlagen zu haben. Und alle Zweifler mussten schnell eingestehen: Raúl hat keinen seiner Instinkte verloren. Die mangelnde Geschwindigkeit eines Mittdreißigers macht er mit klugem Stellungsspiel und Technik wett. Seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor ist legendär. Und wer den stets bescheiden wirkenden Madrilenen sieht, wie er sich zurückfallen lässt, für die Mannschaft arbeitet, den Haufen Jungspunde um sich herum in Szene setzt, dem muss als Fußballfreund einfach das Herz aufgehen.
Vor einigen Jahren noch hätte die Schalker Aufstellung mit einem Raúl in der Spitze wie der feuchte Traum eines 12-jährigen gewirkt, der zu lange Bundesliga Manager gespielt hat. Heute ist er wahr und die ganze Liga sollte froh darüber sein. Einem solchen Spieler darf man ruhig eine Sonderstellung einräumen, das haben Gott sei Dank mittlerweile alle auf Schalke realisiert.
Jedem Fußball-Manager sei es hiermit ausdrücklich erlaubt, beim Erscheinen von El Capitan auf dem Transfermarkt seiner Liga, jegliche Objektivität einzubüßen. Ja, der Mann ist nicht mehr der Jüngste. Aber verdammt, es ist Raúl Gonzáles Blanco! Der Hulk Hogan unter den Bundesligaspielern, kleinster gemeinsamer Nenner unter Rivalen, Quell wildester Jungenträume.
Raúl möchte man nicht sein, vielmehr möchte man mit ihm auf dem Platz stehen. Vielleicht ist dies, das größte Kompliment, was man einem Fußballer und Menschen machen kann. Auf dass er uns noch lange erhalten bleibt!