In einer dramatischen Partie hat der 1. FC Heidenheim Bayer 04 Leverkusen ein 3:3-Unentschieden abgetrotzt. Während die Werkself das Spiel in der ersten Hälfte souverän kontrollierte, kämpfte sich die Mannschaft von Frank Schmidt nach der Pause gleich zweimal furios zurück.
Die erste Halbzeit verlief ganz nach dem Geschmack von Kasper Hjulmand. Leverkusen agierte extrem reif und eiskalt in der Chancenverwertung. Malik Tillman besorgte nach einer feinen Flanke von Aleix García die Führung (22.), ehe Patrik Schick noch vor der Pause per Kopf auf 0:2 stellte (35.). Heidenheim versteckte sich zwar nicht, fand gegen die stabile Bayer-Defensive um Jarell Quansah aber kaum eine Lücke.
Heidenheimer Aufholjagd
Der zweite Durchgang begann mit einer kalten Dusche für Leverkusen – und das doppelt. Erst verkürzte Hennes Behrens mit einer Flanke, die an Freund und Feind vorbei zum 1:2 ins lange Eck segelte (56.). Fast zeitgleich musste der gerade erst eingewechselte Martin Terrier das Feld schon wieder verlassen: Er vertrat sich bei seiner ersten Aktion unglücklich und musste mit Verdacht auf eine schwere Oberschenkelverletzung nach nur zwei Minuten wieder raus (53.).
Heidenheim witterte nun Morgenluft. Nachdem Nathan Tella noch am Lattenkreuz scheiterte (59.), verursachte Robert Andrich einen Foulelfmeter an Marvin Pieringer, den der Stürmer selbst sicher zum 2:2-Ausgleich verwandelte (72.).
Dramatische Schlussphase: Pieringer kontert Schick
Das Spiel wurde nun zum offenen Schlagabtausch. In der 79. Minute schien Leverkusen den Sieg doch noch einzutüten: Wieder war es Patrik Schick, der nach einer Grimaldo-Ecke zum 2:3 einköpfte. Doch Heidenheim gab nicht auf. In der 85. Minute schraubte sich erneut Marvin Pieringer nach einer Ecke von Adrian Beck hoch und nickte zum vielumjubelten 3:3-Endstand ein.
Tore:
0:1 Malik Tillman (22., Aleix García)
0:2 Patrik Schick (35., Alejandro Grimaldo)
1:2 Hennes Behrens (56., Marnon Busch)
2:2 Marvin Pieringer (72., Elfmeter)
2:3 Patrik Schick (79., Alejandro Grimaldo)
3:3 Marvin Pieringer (85., Adrian Beck)