1. FC Köln
1. Bundesliga
Schultz kündigt Änderungen an – auch Thielmann ist ein Thema

Dominik Neuner

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„Wenn man immer die gleichen Sachen macht, erhält man auch immer die gleichen Ergebnisse.“ Mit dieser Weisheit wartete am Freitag Timo Schultz auf. Die Ergebnisse passten beim vom ihm trainierten Team des 1. FC Köln zuletzt jedoch äußerst selten. Konsequenzen sollen folgen: „Deshalb wird sich einiges ändern.“

Nur einen Sieg gab es für die Geißböcke in den vergangenen zehn Bundesligaspielen. Besonders die 0:2-Niederlage gegen das so gut wie abgestiegene Schlusslicht aus Darmstadt schlug mächtig ins Kontor. „Natürlich wird sich nach so einem Auftritt wie gegen Darmstadt auch personell und von der Herangehensweise was ändern“, kündigte Schultz nun auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit Mainz 05 (Sonntag, 17:30 Uhr) an.

Es dürften einige Startelfplätze wackeln. Der von Jan Thielmann gehört vermutlich eher nicht dazu, trotzdem könnte es auch in seinem Fall eine Änderung geben: Womöglich zieht Schultz den gelernten Offensivspieler wieder nach vorne.


Schultz denkt an Versetzung von Thielmann

Thielmann war vor wenigen Wochen kurzerhand zum rechten Außenverteidiger umgeschult worden, nachdem er diese Rolle zuvor bei der deutschen U21-Nationalmannschaft gut ausgefüllt hatte. „Normalerweise geht man da als Trainer ein bisschen anders mit Vorbereitung und Testspielen ran, um das alles einzustudieren“, warf Schultz einen Blick zurück. Da nach Benno Schmitz aber auch Rasmus Carstensen eine schlechte Form aufwies, wurde Thielmann doch ins kalte Wasser geworfen.

Der FC-Coach weiß aber: „Hier in Köln hat er die meisten Einsätze eher auf der rechten offensiven Bahn gemacht oder vorne um einen größeren Stürmer herum.“ Der offensive Posten auf der rechten Seite könnte jetzt wieder an Thielmann gehen.

Es ist jedenfalls eine Überlegung, wie während der Medienrunde explizit festgehalten wurde. „Wir haben ihn zuletzt als Rechtsverteidiger eingesetzt. Aber ich habe es ja schon erwähnt: Wir werden einiges am Wochenende ändern und auch das ist eine Position, für die wir darüber nachdenken.“


Downs ist eine „absolute Alternative“

Mit Steffen Tigges darf derweil ein Spieler auf die Startelf hoffen, der dem Typ „größerer Stürmer“ entspricht. Ähnlich sieht es bei Nachwuchstalent Damion Downs aus, der mit einer Körpergröße von 1,92 Meter Tigges (1,94 Meter) das Wasser reichen kann. Schultz bewertet die Entwicklung des 19-Jährigen positiv.

„Er hat in der Zeit, in der ich hier bin, wirklich sehr große Schritte in die richtige Richtung gemacht und hat in der U21 hervorragende Leistungen gezeigt, wenn er dort eingesetzt wurde“, sagte er über den in den vergangenen Wochen viermal eingewechselten Angreifer, der sich beim 3:3 gegen Gladbach auch mit einem Tor belohnte.

Kölns Trainer stellte ihm weitere Minuten in Aussicht: „Er ist mittlerweile eine absolute Alternative und auch am Wochenende sicherlich ein Kandidat, um auf dem Platz zu stehen.“