Der 1. FC Köln hat im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Befreiungsschlag gelandet. Am 29. Spieltag besiegten die Geißböcke Werder Bremen im direkten Duell mit 3:1 (1:0) und zogen in der Tabelle an den Hanseaten vorbei. Für Werder war es ein gebrauchter Tag, der bereits früh durch einen Strafstoß und einen Platzverweis gegen Kapitän Marco Friedl eine negative Wendung nahm.
Die Partie begann für die Gastgeber optimal. Nach einem Foul von Olivier Deman an Jakub Kamiński entschied Schiedsrichter Tobias Reichel bereits in der 5. Minute auf Elfmeter. Said El Mala trat an und verwandelte sicher zum 1:0 (7.).
Bremen kam kaum ins Spiel und schwächte sich in der 24. Minute zusätzlich selbst: Nach einem missglückten Rückpass von Leonardo Bittencourt brachte Kapitän Marco Friedl den durchbrechenden Ragnar Ache unglücklich zu Fall. Reichel entschied auf Notbremse und zeigte Friedl die Rote Karte. In Überzahl dominierte Köln fortan das Geschehen, verpasste es jedoch vor der Pause, trotz zahlreicher Gelegenheiten durch El Mala und Ísak Jóhannesson, den zweiten Treffer nachzulegen.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel schien die Vorentscheidung gefallen. Der zur Halbzeit eingewechselte Alessio Castro-Montes wurde von Ache bedient und vollendete flach zum vermeintlichen 2:0 (47.). Nach einer VAR-Prüfung wurde der Treffer jedoch wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung wieder aberkannt. In der 65. Minute durften die Kölner Fans dann doch jubeln: Nach einer Ecke drückte Ache den Ball im zweiten Versuch über die Linie (2:0).
Bremer Hoffnung währt nur kurz
Bremen gab sich trotz der Unterzahl nicht auf und kam durch einen Foulelfmeter von Romano Schmid (76.), den Ragnar Ache an Deman verursacht hatte, noch einmal auf 2:1 heran. In der Schlussphase drängte der SVW auf den Ausgleich, doch Köln konterte in der Nachspielzeit entscheidend. Jóhannesson traf aus spitzem Winkel zum 3:1-Endstand (90.+7).
Tore:
1:0 Said El Mala (7., Foulelfmeter)
2:0 Ragnar Ache (65.)
2:1 Romano Schmid (75., Foulelfmeter)
3:1 Ísak Jóhannesson (90.+7, Luca Waldschmidt)
Besonderes Vorkommnis:
Marco Friedl sieht die Rote Karte nach einer Notbremse (24.).