1. FC Köln
1. Bundesliga
Per­so­nal­wechsel greifen: Köln mit starkem Auftritt

Robin Meise

Beim 1. FC Köln hat Trainer René Wagner im Vergleich zum 2:2 gegen Eintracht Frankfurt personell umgestellt – und damit ins Schwarze getroffen. Beim 3:1-Erfolg gegen den SV Werder Bremen standen mit Ísak Jóhannesson, Eric Martel und Jahmai Simpson-Pusey gleich drei neue Gesichter in der Startelf.

Sie ersetzten Tom Krauß, Denis Huseinbašić und Rav van den Berg – eine Entscheidung, die Wagner im Nachgang als bewusst und ausgewogen einordnete.

„50:50-Entscheidungen“ mit klarem Plan


„Zum einen waren alle drei Situationen 50:50“, erklärte der Coach auf der Pressekonferenz. Im defensiven Mittelfeld habe man sich zwischen Martel und Krauß entscheiden müssen: „Manchmal ist es auch ein Bauchgefühl. Da haben wir uns für Eric entschieden.“

In der Innenverteidigung fiel die Wahl zwischen van den Berg und Simpson-Pusey. Wagner begründete die Entscheidung unter anderem mit dem gewünschten Profil im Spielaufbau: Simpson-Pusey bringe dort „die eine oder andere Lösung“, die man in dieser Partie gesucht habe. „Aber das ist auch kein Problem, weil jeder Spieler andere Stärken und Schwächen hat.“

Jóhannesson wiederum stand bereits gegen Frankfurt zur Debatte, wurde damals aber noch geschont. „Er hatte eine schwere Reise hinter sich und wir haben uns dann für Denis entschieden“, so Wagner.

Breiter Kader sorgt für Konkurrenzdruck


Die personellen Wechsel unterstreichen die aktuell hohe Dichte im Kölner Team. „Im Kader sind alle da, alle sind heiß. Wir trainieren unter der Woche unfassbar gut“, betonte Wagner. Selbst etablierte Kräfte wie Florian Kainz, Dominique Heintz oder Joël Schmied mussten zuletzt zurückstecken.

Die klare Botschaft: Jeder hat seine Chance – und Entscheidungen werden mit Überzeugung getroffen. Gegen Bremen zahlte sich das aus.