Beim 2:2 des 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt hat Interimstrainer René Wagner früh reagiert und seinen ursprünglichen Ansatz für das Spiel bereits nach rund 20 Minuten verworfen. Aus seiner Sicht wurde das Team dadurch in die Spur gebracht.
Der Coach stellte von einer Dreier- auf eine Viererabwehrkette um, nachdem insbesondere die rechte Seite zunächst Probleme offenbarte. Dort agierte Jan Thielmann auf der Schiene vor Sebastian Sebulonsen – eine Konstellation, die gegen die Frankfurter Dynamik nicht optimal griff.
„Jan hatte da Probleme, weil die Struktur nicht gepasst hat. Das lag nicht an Jan oder Seb dahinter, sondern sie hatten immer zwei, drei Spieler, die gekippt sind“, erklärte Wagner im DAZN-Interview.
Viererkette bringt die nötige Stabilität
Mit der Umstellung änderte sich das Bild: Sebulonsen rückte auf die Rechtsverteidigerposition in einer Viererkette, Thielmann agierte davor. Dadurch ergab sich eine klarere Zuordnung. „Der Wechsel auf die Viererkette hat dann vor allem Jan geholfen, immer die Orientierung an (Frankfurts Linksverteidiger) Nathaniel Brown zu haben“, so Wagner.
Die Anpassung zeigte Wirkung: Köln gewann an Stabilität und fand defensiv besseren Zugriff. „Wir haben das in der Halbzeit noch mal angesprochen und klargezogen. Das hat man in der zweiten Halbzeit auch gesehen: Wir standen echt gut“, bilanzierte der Trainer.
Angesichts der positiven Effekte ist gut möglich, dass Wagner für die kommende Aufgabe direkt auf die Viererkette setzt. Sonntag empfangen die Rheinländer den SV Werder Bremen.