Der SC Freiburg hat das Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 mit 1:0 für sich entschieden und damit einen wichtigen Erfolg im Rennen um die internationalen Plätze gefeiert. In einer über weite Strecken umkämpften Partie reichte den Breisgauern ein Treffer von Lucas Höler kurz nach der Pause.
In der ersten Halbzeit entwickelte sich zunächst eine zähe Begegnung mit wenigen klaren Torchancen. Freiburg hatte etwas mehr Ballbesitz, Mainz arbeitete sich aber zunehmend besser in die Partie. Die beste Möglichkeit des ersten Durchgangs gehörte Stefan Posch, dessen wuchtiger Distanzschuss nach 26 Minuten – wohl noch leicht von Noah Atubolu berührt – an den Pfosten klatschte. Auch Paul Nebel und Danny da Costa näherten sich an, ohne die Mainzer Führung zu erzwingen.
Überschattet wurde die erste Hälfte von den Problemen bei Matthias Ginter. Der Innenverteidiger bekam in einem Zweikampf mit Sheraldo Becker unabsichtlich den Arm ins Gesicht und musste danach immer wieder behandelt werden, weil die Nase blutete. Zwar biss Ginter zunächst auf die Zähne, doch die Verletzung sollte ihn im weiteren Verlauf der Partie noch begleiten.
Höler nutzt Freiburgs starken Wiederbeginn
Direkt nach dem Seitenwechsel erwischte der SC Freiburg dann den idealen Start. Nach einem weiten Einwurf verlängerten zunächst Philipp Lienhart und anschließend Matthias Ginter, ehe Lucas Höler den Ball per Kopf sehenswert über Daniel Batz hinweg zum 1:0 ins Netz setzte (47.). Mainz war damit früh im zweiten Durchgang unter Druck gesetzt und musste fortan mehr Risiko gehen.
Die Hausherren versuchten zu antworten, fanden gegen die kompakte Freiburger Defensive aber nur selten den entscheidenden Durchbruch. Sheraldo Becker prüfte Noah Atubolu mit einem flachen Distanzschuss, später ließ Silvan Widmer nach starker Vorarbeit von Nadiem Amiri die große Chance auf den Ausgleich liegen, als er aus zentraler Position zu ungenau abschloss. Freiburg blieb seinerseits gefährlich, unter anderem durch Johan Manzambi, der Batz gleich mehrfach zu starken Paraden zwang.
Trainer Urs Fischer reagierte mit mehreren Wechseln und brachte unter anderem Rückkehrer Nadiem Amiri sowie später Anthony Caci. Beide sammelten nach Verletzungspausen wieder erste Einsatzminuten. Mainz war in der Schlussphase um Druck bemüht, kam aber kaum noch zu klaren Abschlüssen. Freiburg verteidigte diszipliniert und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Für Matthias Ginter war in der 83. Minute dann endgültig Schluss. Nachdem seine Nase erneut zu bluten begonnen hatte, wurde der Abwehrspieler ausgewechselt. Jordy Makengo übernahm für die letzten Minuten. Am Ergebnis änderte das nichts mehr: Der SC Freiburg entführte einen knappen, aber wertvollen 1:0-Auswärtssieg aus Mainz.
Tore:
0:1 Lucas Höler (47., Ginter)