Albert Grønbæk
Hamburger SV
Grønbaek glänzt auf der linken Seite

Lukas Heyer

Albert Grønbaek avancierte beim 2:1-Sieg des Hamburger SV gegen Eintracht Frankfurt zum überragenden Matchwinner. Trainer Merlin Polzin wandte dabei einen besonderen taktischen Kniff an: Aufgrund der Ausfälle von Miro Muheim und William Mikelbrencis beorderte er den gelernten Offensivakteur auf die linke Schienenspieler-Position. Von dort aus sollte der Däne nicht nur die Linie halten, sondern als einrückender Akteur im Zentrum für Überzahl sorgen und aus der Mitte heraus Tiefe generieren.

Dieser Plan ging voll auf: Grønbaek erzielte nicht nur den Führungstreffer selbst, sondern bereitete auch das zweite Tor durch Fábio Vieira vor. Polzin zeigte sich nach der Partie hochzufrieden mit der Leistung des 24-Jährigen und adelte die taktische Disziplin des Technikers: „Albert hat es unfassbar umgesetzt“, so der Coach, der zudem Grønbaeks Bedeutung für das Hamburger Positionsspiel und die notwendigen Rotationsbewegungen hervorhob.

Trotz des sportlichen Höhenflugs herrscht bezüglich der langfristigen Zukunft des Skandinaviers noch keine endgültige Klarheit. Grønbaek ist aktuell lediglich vom Stade Rennes FC ausgeliehen, doch der HSV besitzt eine Kaufoption in Höhe von 5 Millionen Euro. Vorstand Eric Huwer signalisierte gegenüber dem Hamburger Abendblatt bereits Verhandlungsbereitschaft für den Sommer und betonte, dass sich der Spieler in Hamburg sehr wohlfühle. Auch Grønbaek selbst unterstrich seine Dankbarkeit für die Chance beim HSV und seine Freude über die Zusammenarbeit mit Kollegen wie Vieira.

Dass der Matchwinner in der 78. Minute humpelnd das Feld verlassen musste, trübte die Stimmung nur kurzzeitig. Grønbaek gab nach dem Spiel Entwarnung und erklärte, dass lediglich seine Wade aufgrund der hohen Intensität „am Ende“ gewesen sei. Nach einer monatelangen Leidenszeit durch eine Oberschenkelverletzung zu Beginn seines Engagements scheint der Däne für die letzten Saisonspiele seine Topform erreicht zu haben.