Alessio Castro-Montes
1. FC Köln
Castro-Mon­tes erhöht Druck auf Lund

Robin Meise

Beim 1. FC Köln deutet sich auf der linken Abwehrseite eine Veränderung an. Alessio Castro-Montes könnte im kommenden Bundesliga-Spiel gegen den FC St. Pauli (Freitag, 20:30 Uhr) in die Startelf rücken.

Der 28-Jährige kam zuletzt beim 3:1-Erfolg gegen den SV Werder Bremen zur zweiten Halbzeit für Kristoffer Lund ins Spiel und hinterließ einen stabilen Eindruck. Lund hingegen offenbarte in den vergangenen Partien vereinzelt Unsicherheiten, insbesondere im Spielaufbau.

Wagner stärkt beiden den Rücken


Cheftrainer René Wagner bestätigte auf der Pressekonferenz, dass Castro-Montes, der zuletzt mehrere Wochen mit einer Muskelverletzung pausieren und inzwischen auf zwei Teileinsätze zurückblickt, nun wieder eine ernstzunehmende Option von Beginn an ist: „Alessio ist auf jeden Fall ein Startelfkandidat – auch wenn wir über seine Fitness sprechen.“

Gleichzeitig nahm der Coach seinen jungen Konkurrenten in Schutz. Lund habe „keine schlechten Spiele gemacht“, sondern lediglich „ein, zwei Momente“ gehabt, die ihm selbst nicht gefallen hätten. Gerade unter Drucksituationen am Ball arbeite man gezielt an Lösungen.

Mit Blick auf die Startelf wollte sich Wagner jedoch nicht final festlegen und schloss mögliche Anpassungen nicht aus: „Man kann mit der gleichen Elf starten oder etwas verändern. Es gibt beide Gedankenspiele.“ Generell sei es immer eine Option, „auf ein, zwei Positionen etwas zu verändern, um auf den Gegner zu reagieren“.

Vorteil für Castro-Montes?


Die Ausgangslage vor dem Duell mit St. Pauli scheint dennoch klar: Castro-Montes bringt aktuell die etwas besseren Argumente mit und könnte sich den Platz auf der linken Seite sichern.

Der Gegner aus Hamburg stellt dabei besondere Anforderungen. „St. Pauli schafft es immer wieder, aus einem kompakten Block gefährlich umzuschalten“, erklärte Wagner. Zudem verfüge der kommende Gegner über viel Tempo in der letzten Linie, weshalb es vor allem auf eine stabile Restverteidigung ankomme – ein Aspekt, den Köln zuletzt „überragend“ umgesetzt habe.

Ob Wagner tatsächlich umstellt, ist am Freitagabend rund eine Stunde vor Anpfiff anhand der Aufstellungsbögen ersichtlich – die Tendenz spricht für den variabel einsetzbaren Belgier.