András Schäfer
1. FC Union Berlin
Baumgart-Lob für Schäfer: „Geht immer ins Limit“

Kristian Dordevic

Der 1:1-Sieg des 1. FC Union Berlin gegen Bayer 04 Leverkusen war auch ein Abend für András Schäfer. Der Mittelfeldspieler stand mal wieder in der Startelf – und rechtfertigte aus Sicht seines Trainers das Vertrauen.
 
In dieser Saison pendelt Schäfer zwischen Anfangsformation und Jokerrolle. Im zentralen Mittelfeld ist die Konkurrenz groß: Rani Khedira und Aljoscha Kemlein versperren ihm häufig den Weg. Gefragt ist der Ungar daher vor allem, wenn mit drei zentralen Akteuren agiert wird oder er etwas offensiver eingebunden ist.
 
Chefcoach Steffen Baumgart machte nach der Partie deutlich, wie er die Situation bewertet. Schäfer sei derjenige Spieler, dem er am häufigsten erklären müsse, „trotz guter Leistungen immer wieder draußen zu sein“, auch in dem Wissen, dass sein Schützling, wenn er aufläuft, „sehr viel Energie auf den Platz bringt“.
 

Schäfer lässt gegen Leverkusen alles auf dem Platz


Gleichzeitig betonte Baumgart die Bedeutung des 26-Jährigen für das Team. „Er ist aber auch ein wichtiger Spieler, wenn er reinkommt.“ Entscheidend sei für ihn die Entwicklung: „Egal, wann er kommt und ob er sauer ist oder nicht: Er bringt seine Leistung und geht immer ins Limit.“
 
Gegen Leverkusen sei noch einmal sichtbar geworden, „wie wichtig er war“. Und es war ebenfalls sichtbar, wie sich Schäfer aufopfert. Er schien erneut alles bis zur Erschöpfung rausgehauen zu haben und wurde in der 85. Minute ausgewechselt, nachdem er zuvor auf dem Boden lag und von Physios auch kurz durchgecheckt wurde.
 
Für Baumgart ist klar: Schäfer verdiene es sich, „immer wieder reinzukommen“ und auch „immer wieder von Anfang an zu spielen“ – womöglich weiterhin in genau dieser Pendelrolle.