Andrej Kramarić
TSG Hoffenheim
Leichte Sorgen um Kramarić vor Nationalelf-Rei­se

Lukas Heyer

Nach der deutlichen 0:5-Niederlage gegen RB Leipzig hat Trainer Christian Ilzer im Sky-Interview tiefergehende Einblicke gegeben, warum Andrej Kramarić erstmals in diesem Jahr nur als Joker zum Zug kam. Neben taktischen Erwägungen spielten auch physische Einschränkungen eine entscheidende Rolle für die Bank-Nominierung des 34-Jährigen.

„Er hat in der Woche nur sehr reduziert trainiert, weil er muskuläre Probleme hatte“, erklärte Ilzer nach der Partie. Diese Fitness-Thematik sei ein wichtiger Faktor im Hintergrund gewesen, um die Belastung des Routiniers bestmöglich zu steuern. Zudem habe der Coach den „Schlüssel“ für das Spiel gegen Leipzig eher in defensiver Kompaktheit und schnellen Umschaltspielern wie Tim Lemperle oder Bazoumana Touré gesehen, anstatt auf die spielerische Dominanz von Kramarić zu setzen.

Strapazen durch Länderspielreise


Trotz der aktuellen Probleme steht für den Kroaten nun eine weite Reise an. Kramarić wird für die Nationalmannschaft in die USA fliegen, um dort Testspiele gegen Brasilien und Kolumbien zu bestreiten. Ilzer verwies in diesem Zusammenhang auf die hohen Belastungen: „Er hat jetzt schon einige Strapazen. Man muss sich anschauen, wie er dann zurückkommt“.

Für die kommenden Aufgaben, zunächst gegen den 1. FSV Mainz 05 (04. April), bleibe der Stellenwert des Offensivstars jedoch unbestritten. Gerade gegen tiefstehende Gegner sei seine individuelle Klasse wichtig, um das Momentum wieder auf die Seite der TSG zu ziehen. Zuvor müsse der Fokus jedoch darauf liegen, die „Basis“ in der Defensive wieder zu festigen.