Arnaud Kalimuendo
Eintracht Frankfurt
Duett der Stürmer? Rieras Idee mit Kalimuendo

Kristian Dordevic

Arnaud Kalimuendo und Jonathan Burkardt haben im Duell mit den Bayern ein Bewerbungsschreiben für weitere gemeinsame Auftritte abgegeben. Der Haken: Beide kamen erst im Laufe des Spiels und bei Rückstand (0:2) herein. Von Beginn an gelten sicher andere Voraussetzungen. Am Freitag darauf angesprochen, thematisierte Trainer Albert Riera diese Variante nicht konkret, deutete aber durchaus an, dass Spielraum dafür besteht.
 
Wichtig: Beide Stürmer sind fit. Kalimuendo war wegen einer Schulterverletzung ohnehin nur kurz raus. Aber auch Burkardt, der rund drei Monate verpasst hat, ist wieder in guter Form. Auch für die Startelf kommt er infrage. Ob Riera ihn schon an diesem Wochenende reif für die Anfangsformation sieht, ließ er im Vorfeld des Freiburg-Spiels aber noch offen.
 
Wie es mit beiden Angreifern zusammen funktionieren könnte, schimmerte auf der Spieltagspressekonferenz aber im Ansatz durch. So wie bei anderen Spielern Anpassungen in Sachen Positionierung gemacht wurde, „können wir über eine neue Position von Kali sprechen“, so Frankfurts Trainer.

Flügelspieler als zweiter Stürmer


Er erläuterte: „Er kann auf einer anderen Position spielen, weil in unserem Spiel, wie ich es verstehe, die Flügelspieler nicht nur an der Linie kleben, sondern sie sind der zweite Stürmer.“ So etwas zeigte sich schon bei Rieras Ansatz, eine falsche Neun aufzubieten, die sich zurückfallen lässt und so Raum für die schnellen Offensivspieler dahinter schafft.
 
In einer ähnlichen Art und Weise könnte Kalimuendo fließend agieren und über die nominelle Außenpositionierung in die Stürmerrolle kommen. „Wir können ihn auf diese Weise nutzen“, konstatierte Riera.  Und das ließe Raum für einen weiteren Stürmer in der Spitze.
 
Am vergangenen Wochenende haben beide Stürmer jedenfalls ordentlich Belebung ins Spiel gebracht und jeweils einen Treffer erzielt. Wenn nicht schon an diesem Wochenende, wird sich der SGE-Coach auf dem weiteren Weg sicherlich Gedanken machen, auch mal beide vom Start weg ins Geschehen zu schicken.