Bei Bayer 04 Leverkusen deutet weiterhin vieles auf eine Trennung von Kasper Hjulmand hin – und offenbar kristallisiert sich inzwischen ein neuer Favorit für die Nachfolge heraus. Wie BILD und Sport Bild berichten, gilt aktuell Oliver Glasner als Wunschlösung der Werkself.
Der Österreicher wäre in vielerlei Hinsicht ein naheliegender Kandidat. Glasner kennt die Bundesliga bestens, arbeitete bereits erfolgreich beim VfL Wolfsburg sowie bei Eintracht Frankfurt und führte die Hessen einst sogar zum Europa-League-Titel. Aktuell steht der 51-Jährige noch beim Crystal Palace FC unter Vertrag, soll seinen im Sommer auslaufenden Kontrakt allerdings nicht verlängern.
Besonders interessant aus Leverkusener Sicht dürfte dabei auch Glasners bevorzugtes System sein. Der Coach setzt häufig auf ein 3-4-2-1 – eine Grundordnung, die grundsätzlich sehr gut zum aktuellen Bayer-Kader passen würde. Mit offensivstarken Schienenspielern, flexiblen Halbraumspielern und dynamischen Innenverteidigern bringt Leverkusen viele Profile mit, die bereits in der erfolgreichen Zeit unter Xabi Alonso in ähnlichen Strukturen funktioniert haben.
Hjulmand-Aus wohl nur noch Formsache
Dass Hjulmand bislang weiterhin offiziell im Amt ist, soll laut BILD vor allem strategische Gründe haben. Bayer wolle vermeiden, öffentlich unter Druck bei der Trainersuche zu geraten und sich dadurch in möglichen Verhandlungen zu schwächen.
Intern scheint die Entscheidung allerdings längst gefallen zu sein. Der Däne soll inzwischen nicht einmal mehr in Gespräche über mögliche Neuzugänge eingebunden werden. Nach Platz sechs und einer insgesamt enttäuschenden Saison stehen die Zeichen klar auf Veränderung.
Leverkusen strebt laut dem Bericht eine schnelle Lösung an und möchte die Trainerfrage bis Ende Mai oder Anfang Juni final klären. Das würde zeitlich auch zu Glasners Situation passen: Mit Crystal Palace bestreitet er am 27. Mai noch das Conference-League-Finale gegen Rayo Vallecano.