Bei Bayer 04 Leverkusen stellt sich die Abwehrsituation pünktlich vor dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern München hervorragend dar. Trainer Kasper Hjulmand bietet sich ein scharfer Konkurrenzkampf, wie er auf der Pressekonferenz vor dem Duell ausführte, in der er auch Loïc Badé und Robert Andrich angesprochen wurde.
Badé hatte in den vergangenen beiden Spielen von Beginn an über die volle Länge auf dem Platz gestanden, während Kapitän Andrich im Spiel gegen Augsburg zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Dennoch wollte Hjulmand hier keine klare Tendenz erkennen lassen: „Es ist eine Konkurrenzsituation. Wir sehen morgen, wer anfängt und wer vielleicht reinkommt.“
Der Leverkusen-Coach betonte dabei die positive Wirkung des internen Rennens: „Es ist gut, eine Konkurrenzsituation zu haben. Hoffentlich steigert sich dadurch das Niveau.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass auch schwierige Entscheidungen dazugehören: „Es war nicht einfach, den Kapitän auf die Bank zu setzen im letzten Spiel.“
Quansah kommt aus Zwangspause
Eine weitere Option besteht darin, am Mittwoch beide Spieler zu bringen. In diesem Fall könnten Badé und Andrich beispielsweise gemeinsam mit Edmond Tapsoba die Dreierkette bilden.
Jarell Quansah, der erst vor Kurzem von einer Muskelverletzung im Oberschenkel zurückgekehrt ist, wäre dann eine mögliche Bankoption. Der Engländer ist aber im wichtigen Spiel gegen Bayern eher noch mal in der Startelf zu erwarten und könnte dann am Wochenende zu einer Verschnaufpause kommen.
Dessen ungeachtet haben Badé und Andrich zuletzt ihre Qualitäten unter Beweis gestellt: „Beide haben in Dortmund gut gespielt, auch Robert.“ Entsprechend offen ist die Entscheidung, wer von den vier etablierten Innenverteidigern im Halbfinale den Vorzug erhält.
Es bleibt festzuhalten: In der Dreierkette der Werkself herrscht aktuell ein echter Konkurrenzkampf mit mehreren denkbaren Lösungen.