Intensiviert Bayer Leverkusen in den letzten Tagen dieser Wechselperiode noch mal seine Aktivitäten auf dem Transfermarkt? In Anbetracht des im Raum stehenden Abschieds von Benjamin Henrichs in Richtung Monaco geht es zum einen um Nachschub für die Außenverteidigung, daneben um die Position im defensiven Mittelfeld.
Eine Lösung mit einem Spieler, der sowohl auf der Sechs als auch – wie Henrichs – auf beiden Seiten in der Abwehr agieren kann, dürfte kaum zu realisieren sein. Notgedrungen ziehe der Werksklub nach einem Bericht des "kicker" in Betracht, zwei Neuverpflichtungen zu tätigen.
Auf dem Posten vor der Abwehr ist der Engpass gerade akut. Julian Baumgartlinger (Innenbandriss im Knie) steht verletzungsbedingt mindestens zwei Monate nicht zur Verfügung. Charles Aránguiz (Achillessehnenprobleme) ist auf einem guten Weg, momentan aber noch keine Option und hat im Grunde die komplette Vorbereitung verpasst.
Hinsichtlich der dauerhaften Belastbarkeit ist er obendrein ein Unsicherheitsfaktor: Den chilenischen Nationalspieler begleiten wiederkehrende Knieprobleme, weshalb sein Pensum seit Längerem immer wieder mal heruntergeschraubt wird. Ähnliches gilt für Lars Bender, den immer wieder Blessuren ausbremsen. Auch aktuell ist der Kapitän fraglich für den Bundesligastart. Einzig fitte Option als richtiger Sechser ist derzeit Dominik Kohr.
Mit dieser Konstellation in die Saison zu starten, sei dem Europa-League-Teilnehmer angesichts der bevorstehenden englischen Wochen zu riskant. Daher werde nach einem defensivstarken Mann fürs Mittelfeld gefahndet.
Auch für die rechte Abwehrseite könnte ein Außenverteidiger mit mehr Defensivqualitäten geholt werden, quasi als Gegenentwurf zum offensivfreudigen Mitchell Weiser. Es soll aber ein gelernter Rechtsverteidiger sein, der bei Bedarf auch links als Wendell-Vertreter einsetzbar ist. Schon im Zuge der Henrichs-Gerüchte ließ Sportdirektor Jonas Boldt anklingen, dass man einen vielseitig einsetzbaren Verteidiger nachverpflichten würde.