Bayer 04 Leverkusen hat ein wildes Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg nach einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand noch mit 6:3 gewonnen. Nach einer defensiv anfälligen ersten Hälfte steigerte sich die Werkself im zweiten Durchgang deutlich und drehte die Partie mit viel Wucht, mehr Präsenz im Strafraum und einer klaren spielerischen Dominanz.
Dabei erwischte Wolfsburg den besseren Start. Nach einer turbulenten Anfangsphase brachte Jonas Wind den VfL in der 16. Minute in Führung, nachdem sich Loïc Badé verschätzt hatte. Leverkusen antwortete zwar durch einen von Alejandro Grimaldo verwandelten Foulelfmeter (30.), kassierte aber praktisch im direkten Gegenzug das 1:2 durch Joakim Mæhle (31.). Als Christian Eriksen nach VAR-Eingriff per Strafstoß sogar auf 3:1 für die Gäste stellte (38.), sprach vieles für einen bitteren Nachmittag aus Sicht der Hausherren. Doch noch vor der Pause meldete sich Bayer zurück: Grimaldo verkürzte mit seinem zweiten Treffer des Tages in der 44. Minute auf 2:3 und hielt sein Team damit in der Partie.
Leverkusen kommt mit Wucht aus der Kabine
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bayer sofort das Risiko. Die Einwechslung von Patrik Schick zur Pause zahlte sich früh aus: Nachdem Nathan Tella im Strafraum zu Fall gebracht worden war, verwandelte Schick den fälligen Elfmeter in der 53. Minute zum 3:3. Leverkusen blieb danach klar tonangebend und drückte Wolfsburg zunehmend tief in die eigene Hälfte.
Die Belohnung folgte in der 68. Minute: Nach einer unübersichtlichen Szene im Strafraum stocherte Edmond Tapsoba den Ball zum 4:3 über die Linie. Nur wenig später legte Ibrahim Maza nach und erhöhte nach Vorarbeit von Exequiel Palacios auf 5:3 (73.). Wolfsburg hatte dem Druck nun immer weniger entgegenzusetzen, während Bayer weiter nach vorne spielte. In der Nachspielzeit setzte Malik Tillman nach Vorarbeit von Ernest Poku mit dem 6:3 den Schlusspunkt (90.+6).
Unterm Strich steht ein spektakulärer, aber aufgrund der zweiten Halbzeit verdienter Heimsieg für Leverkusen. Wolfsburg hielt die Partie lange offen und nutzte die defensiven Unsicherheiten der Werkself in der ersten Hälfte konsequent aus, brach nach dem Seitenwechsel aber zunehmend ein.
Besonderes Vorkommnis:
Bitter für den VfL Wolfsburg: Konstantinos Koulierakis sah in der 55. Minute seine fünfte Gelbe Karte der Saison. Der Innenverteidiger wird damit im kommenden Spiel gegen Eintracht Frankfurt gesperrt fehlen.
Tore:
0:1 Jonas Wind (16., Koulierakis)
1:1 Alejandro Grimaldo (30., Foulelfmeter, Maza)
1:2 Joakim Maehle (31.)
1:3 Christian Eriksen (38., Foulelfmeter, Amoura)
2:3 Alejandro Grimaldo (44., Fernández)
3:3 Patrik Schick (53., Foulelfmeter, Tella)
4:3 Edmond Tapsoba (68.)
5:3 Ibrahim Maza (73., Palacios)
6:3 Malik Tillman (90.+6, Poku)
Aufstellung von Bayer 04 Leverkusen:
Aufstellung des VfL Wolfsburg: