Bazoumana Touré
TSG Hoffenheim
Talent mit Luft nach oben: Tourés Reifeprozess

Robin Meise

Bazoumana Touré hat beim 0:1 der TSG Hoffenheim gegen den FC St. Pauli einmal mehr sein enormes Potenzial angedeutet – gleichzeitig aber auch offenbart, woran es beim 20-Jährigen noch mangelt. Der ivorische Flügelspieler, der am Montag seinen Geburtstag feiert, blieb trotz hoher Aktivität nahezu wirkungslos.

Touré brachte zwar regelmäßig Tempo ins Spiel und stellte seine Gegenspieler vor Probleme, doch in den entscheidenden Momenten fehlte die Präzision. Mehrfach blieb er im Eins-gegen-eins hängen, Hereingaben gerieten zu ungenau und auch eine gute Abschlusschance ließ er ungenutzt. Die PS seien auf dem Platz gewesen, „aber die Entscheidungsfindung und die Ausführung waren nicht top“, ordnete Cheftrainer Christian Ilzer laut dem kicker ein.

Der Österreicher beließ seinen Flügelflitzer dennoch über die gesamte Spielzeit auf dem Feld – in der Hoffnung auf den einen genialen Moment. „Dorthin zu kommen, diese Pässe oder Flanken überhaupt spielen zu können, da gibt es wenige Spieler“, betonte Ilzer, stellte aber klar: „Da müssen wir an der Qualität seiner Aktionen feilen, er ist noch ungeschliffen.“

Trotz der jüngsten Schwankungen ist Touré in Hoffenheim längst gesetzt. Der Offensivmann kam vor gut einem Jahr für 10 Millionen Euro aus Schweden und schaffte schnell den Sprung in die Startelf. Auch international machte er bereits auf sich aufmerksam, unter anderem mit Treffern für die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste.

Dass bereits jetzt über mögliche Ablösesummen jenseits der 40-Millionen-Euro-Marke spekuliert wird, zeigt das Vertrauen in sein Entwicklungspotenzial. Klar ist aber auch: Der Rohdiamant benötigt noch Feinschliff, um seine Anlagen konstant in Zählbares umzumünzen.