Benjamin Henrichs arbeitet sich bei RB Leipzig Schritt für Schritt zur alten Form zurück. Nach monatelanger Pause infolge eines Achillessehnenrisses ist der 29-Jährige seit Januar wieder im Einsatz – und investiert weiterhin viel, um schnellstmöglich auf sein Top-Niveau zu kommen.
Das zeigt sich auch in der Länderspielpause: Wie aus einem kicker-Interview hervorgeht, nutzt der Rechtsverteidiger die freie Zeit gezielt für zusätzliche Einheiten. „Ich will aus meiner Sicht sagen können: Ich habe alles dafür getan, um topfit zu sein“, betont Henrichs und erklärt, dass er sogar an freien Tagen individuell trainiert, um bestehende Defizite weiter aufzuholen.
Nach der langen Zwangspause sei es normal, dass noch nicht alles perfekt funktioniere. „Was zum Beispiel die Schnelligkeit und die Spritzigkeit angeht, kann man immer noch mehr trainieren“, sagt Henrichs. Genau dort setzt er mit seinen Extraschichten an.
Erfolgserlebnis gegen Hoffenheim
Zehn Einsätze stehen inzwischen zu Buche, zweimal stand er in der Startelf. Beim 5:0 gegen die TSG Hoffenheim gelang ihm zudem sein erstes Saisontor – ein wichtiger Moment. „Das hat mir ein gutes Gefühl gegeben, dass ich wieder richtig reingefunden habe.“
Im Konkurrenzkampf auf der rechten Seite bekommt Henrichs allerdings nichts geschenkt. Mit Ridle Baku hat er einen anspruchsvollen Mitbewerber um den Startelfplatz. Entsprechend klar formuliert er seine Ziele: „Ich will es dem Trainer so schwer wie möglich machen.“
Auch mit Blick auf die Nationalmannschaft bleibt Henrichs realistisch. Aktuell gehört er nicht zum Aufgebot, sieht aber noch Chancen: „Von der Spielzeit her muss noch mehr kommen, aber ich traue mir zu, noch auf den WM-Zug aufzuspringen.“ Sein großer Traum bleibt die WM – und dafür arbeitet er derzeit sichtbar mehr als andere.