Bilal El Khannouss hat sich beim 2:1-Erfolg des VfB Stuttgart gegen den SC Freiburg im DFB-Pokalhalbfinale als entscheidender Faktor erwiesen. Der 21-jährige Offensivspieler wurde in der 63. Minute für Nikolas Nartey eingewechselt, brachte sofort neue Dynamik ins Spiel der Schwaben und hatte maßgeblichen Anteil am Finaleinzug.
Nur wenige Minuten nach seiner Hereinnahme bereitete der Marokkaner den 1:1-Ausgleich in der 70. Minute vor. Auch in der Verlängerung blieb El Khannouss ein ständiger Unruheherd.
El Khannouss sorgt für Betrieb
Cheftrainer Sebastian Hoeneß zeigte sich nach dem Spiel entsprechend angetan. „Die Einwechslung von Bilal war heute sehr wichtig. Er hat sofort den Schwung noch mal größer werden lassen“, erklärte der VfB-Coach.
Vor allem mit Ball sorgte El Khannouss für zusätzliche Spielfreude, Tempo und Sicherheit im Offensivspiel – genau jene Elemente, die Stuttgart in der Schlussphase benötigte.
Kuriose Szene ohne Folgen
Vor Beginn der Verlängerung kam es zudem zu einer ungewöhnlichen Szene: El Khannouss musste sich übergeben. An seiner Leistung änderte das jedoch nichts.
„Man hat ja gesehen, dass es ihm weiterhin gut ging auf dem Platz, sonst kannst du nicht so Fußball spielen, wie er es getan hat“, sagte Hoeneß. Man werde dennoch das Gespräch suchen und die Ursache prüfen.
Formkurve zeigt nach oben
Auch grundsätzlich sieht der Trainer beim Mittelfeldakteur einen klar positiven Trend. Nach schwierigem Start in die Rückrunde habe El Khannouss zuletzt mehrfach starke Akzente gesetzt.
Hoeneß erinnerte an gute Auftritte gegen Borussia Dortmund und den FC Bayern München – nun folgte der nächste überzeugende Einsatz. „Deswegen bin ich froh über seine Entwicklung, großes Lob an Bilal heute“, so der Coach.
Kandidat für mehr Minuten gegen Werder?
Mit Blick auf das kommende Bundesliga-Heimspiel gegen den SV Werder Bremen (Sonntag, 15:30 Uhr) dürfte El Khannouss seine Ansprüche auf weitere Einsatzzeit untermauert haben.
Nach seinem spielentscheidenden Auftritt im Pokal ist gut möglich, dass der 21-Jährige nun auch im Ligaalltag wieder eine größere Rolle einnimmt.