Bei Borussia Mönchengladbach deutet sich zur kommenden Saison eine klare Veränderung in der Spielphilosophie an. Nachdem der Klub zuletzt die weitere Zusammenarbeit mit Cheftrainer Eugen Polanski bestätigt hatte, machte Sportchef Rouven Schröder zugleich deutlich, dass die vergangene Spielzeit intern intensiv aufgearbeitet wurde.
„Das ist kein ‚Weiter so‘“, betonte Schröder laut Angaben der Rheinischen Post im Rahmen der Saisonanalyse. Vielmehr wolle Borussia aus den Erfahrungen der vergangenen Monate konkrete Konsequenzen ziehen.
Viererkette soll künftig die Basis bilden
Besonders die grundsätzliche Ausrichtung auf dem Platz stand intern im Fokus. „Wir haben Spiele gesehen, in denen wir nicht happy waren mit der Grundausrichtung und auch nicht happy mit dem grundsätzlichen Auftreten“, erklärte Schröder. Gerade deshalb soll künftig verstärkt auf eine klare Struktur mit Viererkette gesetzt werden.
Schröder verwies dabei auf positive Ansätze im Saisonendspurt: „Mit der Viererkette, einer klaren Ausrichtung, einer Weiterentwicklung. Da denken wir in die gleiche Richtung.“
Borussia will mutiger auftreten
Auch insgesamt soll Gladbachs Spielweise künftig offensiver und mutiger werden. Schröder räumte dabei offen ein, dass Polanski als Bundesliga-Novize auf dem Cheftrainerposten wichtige Erfahrungen sammeln musste.
Gleichzeitig lobte der Sportchef den Umgang des Trainers mit Kritik ausdrücklich. „Eugen hat Kritik sehr, sehr ruhig weggesteckt. Das ist ein großes Kompliment“, sagte Schröder.
Neben personellen Veränderungen im Kader soll es deshalb auch Anpassungen im Trainerteam geben. Borussia plant laut Schröder „neue Impressionen von außen, mehr Inhalt, Verbesserungen im Fachbereich“. Der Wunsch nach zusätzlichen Impulsen sei dabei sogar direkt von Polanski selbst gekommen.
Polanski bleibt trotz schwieriger Saison
Der 40-Jährige hatte Borussia im September 2025 von Gerardo Seoane übernommen und den Klub letztlich zum Klassenerhalt geführt. Am Ende stand Platz 12 zu Buche.
Intern überzeugte Polanski offenbar vor allem damit, dass er auf Entwicklungen reagierte und Veränderungen anstieß. Laut Schröder habe der Coach „unter Druck geliefert“ und in Gesprächen Bereitschaft gezeigt, Dinge anzupassen.
Die Saisonanalyse bezeichnete der Gladbacher Sportchef letztlich als „Schulterschluss“ innerhalb des Vereins. Klar ist aber auch: Borussia will die kommende Spielzeit mit einer deutlich klareren sportlichen Handschrift angehen.
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