Borussia Mönchengladbachs Trainer Eugen Polanski hat nach dem 3:3-Remis gegen den 1. FC Köln Einblicke in das Wechselmanagement der Fohlen gegeben. Trotz einer zwischenzeitlichen Führung wartete das Trainerteam lange mit personellen Veränderungen. Der erste von insgesamt vier Wechseln erfolgte in der 85. Minute.
„Nach einem 3:2 willst du eigentlich ungern Spieler runternehmen, die genau so gut funktionieren“, erklärte Polanski den Fokus auf die bestehende Dynamik. Zudem musste man bereit sein, auf gesundheitliche Probleme zu reagieren: Joe Scally fühlte sich laut Polanski bereits zur Pause nicht gut, während Jens Castrop unmittelbar vor seinem Treffer umgeknickt war. Angesichts der begrenzten Anzahl an Wechselmöglichkeiten wollte der Coach nicht zu früh andere personelle Anpassungen vornehmen.
Besonders die Einwechslung von Hugo Bolin für Kevin Stöger war taktisch motiviert. Man habe jemanden gebraucht, der viel arbeiten könne und gleichzeitig Entlastung nach vorne bringt. Das Ziel in der Schlussphase war klar definiert: „Köln musste kommen und dann hoffst du, dass du hinten die Schotten dichtmachst“.
Trotz der defensiven Ausrichtung und des Versuchs, die Führung über die Zeit zu bringen, kassierte Borussia in der 84. Minute den Ausgleich zum 3:3-Endstand. Die späten Impulse von der Bank konnten den Punktverlust in der hektischen Endphase letztlich nicht mehr verhindern.