Borussia Mönchengladbach
1. Bundesliga
Schröder vertagt Entscheidung um Polanski

Robin Meise

Borussia Mönchengladbach lässt sich bei der Trainerfrage noch Zeit. Wie BILD berichtet, soll eine Entscheidung über die Zukunft von Eugen Polanski erst im Laufe der kommenden Woche fallen. Der 40-Jährige besitzt bei den Fohlen zwar noch einen Vertrag bis 2028, eine endgültige Rückendeckung scheint es nach der insgesamt enttäuschenden Saison aber noch nicht zu geben.

Ausgerechnet der starke Saisonabschluss mit dem 4:0 gegen die TSG Hoffenheim und dem 1:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund hat die Diskussion um Polanski zusätzlich angeheizt. Intern stellt sich offenbar die Frage, warum Gladbach nicht häufiger mit der offensiveren Herangehensweise der vergangenen Wochen auftrat.

Rouven Schröder kündigte gegenüber BILD eine ausführliche Analyse an. „Jetzt ist erstmal kurz Zeit, dass der ganze Verein mal innehält und alles sacken lässt“, erklärte der Gladbach-Manager. Im Anschluss wolle man sich „die ganze Woche Zeit nehmen“ und alles „sehr sorgfältig besprechen“.

Schröder sieht Verbesserungspotenzial


Dabei machte Schröder deutlich, dass er sich nicht vom versöhnlichen Saisonende blenden lassen möchte. Zwar habe der Auftritt gegen Hoffenheim „Lust auf mehr“ gemacht, gleichzeitig betonte der Sportchef aber auch, dass es „sehr viele Dinge“ gegeben habe, die verbessert werden müssten.

Vor allem die mutigere Ausrichtung mit Viererkette und mehr Aktivität nach vorne scheint intern positiv aufgenommen worden zu sein. Laut Schröder habe Gladbach dadurch „deutlich aktiver“ gewirkt. Zudem hob er Philipp Sander im Mittelfeld hervor. „Das Spiel hat gezeigt: Wir können es. Entsprechend gab es in der Kabine auch Fragezeichen: Warum nicht mehr davon?“

Ob diese Überlegungen letztlich gegen Polanski sprechen oder ihm die starken Auftritte zum Saisonende den Rücken stärken, wird sich zeitnah entscheiden.