Brajan Gruda
RB Leipzig
Gruda überzeugt bei RB auf ganzer Linie

Robin Meise

Brajan Gruda hat bei RB Leipzig in kurzer Zeit einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der offensive Mittelfeldspieler, der im Winter auf Leihbasis von Brighton & Hove Albion FC zu den Sachsen gewechselt war, entwickelte sich zur erhofften Soforthilfe – und bleibt damit über den Sommer hinaus ein wichtiges Thema beim Bundesligisten.

Zwar wird Gruda zunächst wieder offiziell verabschiedet und kehrt zu seinem Stammklub zurück, komplett beendet ist das Kapitel Leipzig damit voraussichtlich aber nicht. Intern besteht großes Interesse an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit. Cheftrainer Ole Werner machte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli (Samstag, 15:30 Uhr) jedenfalls keinen Hehl daraus, wie wichtig der 21-Jährige für RB geworden ist.

„Er war für uns eine absolute Verstärkung und das ist er nach wie vor“, erklärte Werner. Genau deshalb wurde der Transfer im Winter auch abgewickelt: „Es hat im Winter nur Sinn gemacht, jemanden zu holen, der dich sofort besser macht. Wenn du Brajan dazuholst, ist es klar, dass er dich besser macht und machen soll. Das hat sich bestätigt.“

Gruda fühlt sich wohl in Leipzig


Auch abseits des Platzes soll die Zusammenarbeit hervorragend funktionieren. Werner betonte mehrfach, wie gut sich Gruda in die Mannschaft integriert habe: „Mein Eindruck ist schon so, dass er sich bei uns sehr wohlfühlt. Er hat sowohl auf als auch neben dem Platz eine Mannschaft gefunden, in die er super passt.“

Der Coach hob dabei nicht nur die sportlichen Qualitäten hervor, sondern auch die menschliche Komponente. „Wir von unserer Seite sind mega happy mit ihm als Fußballer, auch als Charakter tut er uns unheimlich gut“, sagte Werner.

Fester Transfer wird kostspielig


Ob aus der erfolgreichen Leihe am Ende tatsächlich eine langfristige Zusammenarbeit entsteht, bleibt allerdings offen. Laut BILD fordert Brighton rund 30 Millionen Euro Ablöse für den deutschen U21-Nationalspieler, dessen Vertrag in England noch bis 2028 läuft.

Eine feste Verpflichtung dürfte damit kompliziert werden, ausgeschlossen scheint sie jedoch nicht. Zudem gilt auch eine erneute Leihe weiterhin als denkbares Szenario.

Werner selbst wollte sich mit Blick auf die Zukunft nicht festlegen, machte aber deutlich, dass die Gemengelage grundsätzlich stimmt: „Dass wir hier alle sehr gerne mit ihm zusammenarbeiten und er auch sehr gerne hier ist, ist immer eine gute Voraussetzung. Aber im Fußball müssen immer ganz viele Dinge zusammenkommen.“

Vieles deutet daraufhin, dass sowohl RB Leipzig als auch Gruda selbst sich gut vorstellen können, den gemeinsamen Weg fortzusetzen.