Brajan Gruda hat beim 5:0-Kantersieg gegen die TSG Hoffenheim eindrucksvoll unterstrichen, warum RB Leipzig ihn im Winter unbedingt vom Brighton & Hove Albion FC ausleihen wollte. Mit einer spielerisch brillanten Leistung wirbelte der deutsche U21-Nationalspieler die gegnerische Abwehr schwindelig.
Leipzig-Trainer Ole Werner sparte nach dem Spiel bei Sky nicht mit Lob, sprach auch gezielt Entwicklungspotenziale im Training an. „Man sieht einfach, was das für ein feiner Fußballer ist, er versteht das Spiel und kann mehrere Positionen spielen“, so Werner.
Werner verriet, dass er in der Trainingswoche intensiv mit Gruda an dessen Laufwegen gearbeitet habe. Das Ziel: Mehr Präsenz in der sogenannten „Todeszone“. „Wir haben oft das Problem gehabt, dass wir auf dem ballfernen Flügel nicht damit rechnen, dass ein Ball durchrutscht. Lauft durch auf den langen Pfosten!“, erklärte der Coach die Marschroute. „Heute hat er gezeigt, dass er es kann. Jetzt geht es darum, es zu wiederholen.“
Zukunftspoker: Schafft es Leipzig Gruda zu halten?
Die brennende Frage nach dem Spiel: Wird aus der Winter-Leihe eine dauerhafte Verbindung? Gruda passe laut Werner nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich perfekt: „Er steht uns gut zu Gesicht und passt einfach in die Kabine. Wir haben ihn sehr gerne hier, er macht uns besser und stärker.“
Obwohl die Entscheidung über eine feste Verpflichtung letztlich zwischen den Vereinen und dem Spieler geklärt werden muss, schickte Werner eine Botschaft an die Verantwortlichen: Man sei „sehr, sehr froh“, dass er da ist. Dass Gruda nun bei RB so einschlägt, dürfte die Verhandlungsposition gegenüber Brighton nicht einfacher machen, doch die Signale aus Leipzig deuten auf ein Interesse an einem dauerhaften Verbleib.