Eigentlich sollte das letzte Heimspiel gegen den FC St. Pauli der Rahmen für den Abschied von Brajan Gruda sein. Doch nach BILD-Informationen gab es eine kurzfristige Planänderung: Die offizielle Verabschiedung des Brighton-Leihspielers wurde abgesagt. Während Xaver Schlager und Kosta Nedeljković Blumen erhielten, blieb Gruda diese Zeremonie erspart – ein Signal für eine mögliche Zukunft in Sachsen.
Hintergrund der Kehrtwende sind intensive Gespräche unter der Woche. Gruda fühlt sich bei RB Leipzig sehr wohl und der Klub möchte die Zusammenarbeit über den Sommer hinaus fortsetzen. Die Verhandlungen mit seinem Stammklub Brighton & Hove Albion, wo er noch einen Vertrag bis 2028 besitzt, sollen nach der Saison intensiviert werden.
Ablöseforderungen als Hürde
Ein Verbleib des 21-Jährigen ist jedoch kein Selbstläufer. Brighton ruft aktuell eine Ablösesumme von 30 Millionen Euro auf. Um den Deal finanziell stemmbar zu machen, wird intern über eine erneute Leihe diskutiert, die möglicherweise mit einer Kaufoption oder Kaufpflicht kombiniert werden könnte.
Trainer Ole Werner unterstrich die Bedeutung des Mittelfeldspielers: „Er war für uns eine absolute Verstärkung und ist es nach wie vor. Es hat sich für beide Seiten gelohnt“. Werner hob zudem die gute Entwicklungsmöglichkeit für das Juwel hervor: „Dass wir hier alle sehr gerne mit ihm zusammenarbeiten, dass er auch gerne hier ist und wir einen Fußball spielen, in dem er uns helfen kann und in dem er sich auch noch weiterentwickeln kann, ist eine gute Voraussetzung“.