Bruno Labbadia
Vereinslos
Läuft bereits die Nachfol­ger­su­che?

Max Hendriks

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Für Trainer Bruno Labbadia wird beim Hamburger SV die Luft immer dünner. Betonten die Verantwortlichen zu Beginn der Woche noch, man erwarte eine Steigerung in Freiburg, ging auch dieses Spiel für die Hamburger am Dienstag verloren. Der HSV rangiert somit mit nur einem Punkt auf dem Relegationsplatz.

Der "kicker" berichtet derweil, dass – obwohl die Hamburger am Samstag noch mit Labbadia auf der Bank gegen den FC Bayern antreten werden – intern längst eine Entscheidung gegen den aktuellen Coach gefallen ist. Sogar die Suche nach einem Nachfolger sei bereits initiiert, als (schwierig zu realisierende) Wunschlösung gilt Hoffenheims Julian Nagelsmann.

Dazu habe Dietmar Beiersdorfer auch bereits Bayerns Michael Reschke (Technischer Direktor) kontaktiert, ob dieser nicht die Funktion des Sportchefs übernehmen wolle, die aktuell noch von Beiersdorfer selbst ausgefüllt wird. Aufgrund des angespannten Verhältnisses zwischen Labbadia und Reschke aus Leverkusener Zeiten schließt das Sportblatt, dass man mit dem Coach nicht mehr langfristig, nicht mal über die Saison hinaus plane.

Dennoch verteidigen die Spieler ihren Trainer leidenschaftlich, nach René Adler nun auch Johan Djourou: "Der Trainer hat Großes für diesen Verein geleistet", so der Schweizer laut "kicker". Problematisch seien aber eher die Beziehungen Labbadias zu Geldgeber Kühne und insbesondere dessen Berater, Volker Struth.

Nach offenen Worten von Beiersdorfer ("Wir finden keine Möglichkeiten, das gegnerische Tor stärker zu bedrängen. Das ist unzureichend. Darüber werde ich mit dem Trainer reden"), geht das Magazin davon aus, dass Labbadia bereits nach dem Wochenende seinen Hut nehmen müsse.