Cameron Puertas
SV Werder Bremen
Konkurrenz im Mittelfeld bremst Puertas aus

Thorben Lorenzen

Cameron Puertas muss sich beim SV Werder Bremen derzeit mit einer Nebenrolle begnügen. Zuletzt saß der 27-jährige Mittelfeldspieler zweimal in Folge über die volle Distanz auf der Bank. Trainer Horst Steffen erklärte am Montag auf der Pressekonferenz vor der Nachholpartie gegen die TSG Hoffenheim (Dienstag, 20:30 Uhr) die Hintergründe dieser Situation.

Steffen stellte klar, dass es sich dabei nicht um ein Leistungsproblem des 27-jährigen Mittelfeldspielers handelt. „Es sind beides gute Spieler – sowohl Patrice als auch Cameron. Das sind gute Jungs“, zog der Werder-Coach den Vergleich zu Talent Patrice Čović, der sich in einer ähnlichen Situation befindet.

Steffen setzt auf bestehende Achse


Der Grund für die aktuell geringe Einsatzzeit liegt aus Sicht des Trainers vielmehr in der Qualität der etablierten Kräfte. Mit Senne Lynen, Romano Schmid und Jens Stage verfüge Werder über ein Mittelfeld, das „sehr, sehr gut“ funktioniere. Entsprechend sei es schwierig, Veränderungen vorzunehmen. „Insofern liegt es eher an der guten Qualität im Mittelfeld, dass die genannten Jungs weniger Einsatzzeit haben“, erklärte Steffen.

Dass Puertas dennoch kaum Minuten sammelt, bedauert der Trainer durchaus. Gleichzeitig sieht er darin auch einen Vorteil: „Das ist etwas schade, aber ich habe dadurch noch Qualität auf der Bank und die Möglichkeit, zu wechseln, wenn irgendwas ist.“ Solange das Gefüge auf dem Platz jedoch funktioniere, gebe es auch Spiele ohne Einsatzzeit – selbst dann, wenn die Trainingsleistungen stimmen.

Grundsätzlich traut Steffen Puertas weiterhin das nötige Niveau zu. Dessen Leistungspotenzial sei „so, dass er Bundesliga spielen kann und aufs Feld gehört“. Ob und wann sich das wieder in Einsatzminuten niederschlägt, hängt für den Coach jedoch klar davon ab, „wie die anderen spielen“.