Beim SV Werder Bremen hat sich die Rollenverteilung bei Standards verändert. Während Romano Schmid lange als Hauptschütze fungierte, tritt inzwischen Cameron Puertas bei ruhenden Bällen an.
Bis zum 4:1-Erfolg beim 1. FC Union Berlin waren Standards bei den Grün-Weißen ein großes Problem. Zwar verwandelte Schmid zwei der drei zugesprochenen Elfmeter, doch aus Ecken und Freistößen resultierten bis dahin kaum Erfolge. Erst beim Sieg in Köpenick gelang dem Team nach 25 Spieltagen überhaupt erstmals ein Treffer nach einer Ecke – Olivier Deman traf zum Ausgleich, Jens Stage legte wenig später ebenfalls nach einer Standardsituation nach.
Puertas rückt in den Fokus
Die Anpassung bei der Ausführung der ruhenden Bälle geht laut BILD maßgeblich auf Co-Trainer Christian Groß zurück, der bei Werder für Standards verantwortlich ist. „Christian Groß hat sich dafür entschieden“, erklärte Cheftrainer Daniel Thioune. Hintergrund sei auch die Qualität von Cameron Puertas in diesen Situationen.
Der 27-Jährige hatte sich bereits bei seinen früheren Stationen als gefährlicher Standardschütze einen Namen gemacht und fühlt sich in dieser Rolle wohl. Unter Thioune kommt der spanische Leihspieler zudem immer besser in Fahrt und erhält mehr Einsatzzeit – nun auch mit zusätzlicher Verantwortung bei Ecken und Freistößen.
Schmid bleibt weiterhin eine Option
Für Romano Schmid bedeutet die Anpassung jedoch keinen dauerhaften Rollenverlust. Thioune stellte klar, dass es sich nicht um eine Abwertung des Österreichers handle. „Es ist kein Down- beziehungsweise ein Upgrade für den einen oder den anderen. Es ist eine Idee im Sinne des Erfolges“, erklärte der Werder-Coach.
Schmid könne jederzeit wieder Standards übernehmen, auch um Gegner mit variierenden Ausführungen zu überraschen. Klar ist jedoch: Nach der bislang schwachen Ausbeute sollen ruhende Bälle im Abstiegskampf künftig eine größere Rolle spielen. Thioune zeigte sich optimistisch: „Das wird nicht unser letztes Tor nach Standards gewesen sein.“