Damion Downs
Hamburger SV
Tore sind nicht alles: Wie geht es mit Downs weiter?

LigaInsider

Trotz bislang ausbleibender Scorerpunkte verliert Trainer Merlin Polzin bei Damion Downs nicht die Geduld. Vor der Partie des Hamburger SV gegen den 1. FC Köln stärkte der Coach seinem Angreifer demonstrativ den Rücken und erklärte, warum Downs auch ohne eigenen Tor- oder Vorlagenbeitrag wichtig für das System der Hanseaten ist.

„Wir bewerten einen Spieler nicht nur danach, welche Lösungen er im Ballbesitz findet, sondern was in den Minuten passiert, in denen er den Ball nicht hat“, so Polzin auf der Pressekonferenz. Besonders gegen den Ball glänze Downs durch taktische Disziplin: „Er macht viele Sachen extrem gut. Er schafft es, das Pressing zu steuern, auszulösen und für die Mitspieler Räume freizuziehen.“

Auch wenn der Stürmer selbst sehnlichst auf seinen ersten Scorerpunkt der Saison wartet, überwiegt für das Trainerteam der funktionale Mehrwert: „Ich weiß, dass du als Stürmer auf die Tore wartest. Aber für mich ist wichtig, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind, und er trägt seinen Teil dazu bei. Deswegen ist er ein ganz wichtiger Spieler.“

Polzin verglich die Rolle von Downs mit der von Ransford-Yeboah Königsdörffer: Es gehe weniger um eine Entscheidung gegen die Konkurrenz im Sturm, sondern um das passende Profil für den Teamerfolg. „Damion deckt viele Dinge ab, womit wir nach 90 Minuten erfolgreich sein können“, betonte der Trainer.

Ob Downs gegen seinen Ausbildungsverein aus Köln erneut die Chance erhält, seine Bedeutung im Spiel gegen den Ball an vorderster Front zu unterstreichen – von Beginn oder als Einwechselspieler –, wurde dabei nicht thematisiert. Zuletzt hatte Königsdörffer den Vorzug vor Downs erhalten. Durch die Umstellung, bei der Fábio Vieira wieder vom Mittelfeldzentrum in die Offensive zurückkehrt, muss es einen Leidtragenden in der Hamburger Offensive geben, der zwangsläufig weichen muss.