Diego Carlos
1. Bundesliga
Diego Carlos beim FC Bayern im Gespräch

Kristian Dordevic

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Seit dem Abschied aus der brasilianischen Heimat im Jahr 2014 hat Diego Carlos als Fußballer schon eine kleine Europa-Tour hingelegt. Nach Zwischenstation in Portugal, das sich mangels sprachlicher Barriere gut für die Akklimatisierung eignete, ging es über den FC Nantes (Frankreich) 2019 nach Spanien zum FC Sevilla.

Und diesen Sommer gleich weiter, womöglich nach Deutschland zum FC Bayern? Nach einem Bericht der spanischen Zeitung "La Razón" ist der Serienmeister bereit, für einen möglichen Transfer einen signifikanten finanziellen Aufwand zu betreiben.

Der aktuelle Arbeitgeber aus Sevilla, an den der 27-jährige Innenverteidiger vertraglich bis 2024 gebunden, verweise diesbezüglich schlicht auf die 75 Millionen Euro, die in der Ausstiegsklausel des Spielers festgehalten sind. Corona-Krise hin oder her.


Lucas Hernández weiterhin in der Gerüchteküche

Ein Betrag fast so hoch wie die Ablösesumme, die Bayern im Vorjahr für die Verpflichtung von Lucas Hernández investiert hat (80 Millionen Euro). Und um genau den könnte es in der Causa Diego Carlos gehen.

Wie einige ausländische Medien (besonders in Frankreich) wirft auch die spanische Zeitung das Thema eines möglichen Hernández-Wechsels zu Paris Saint-Germain auf. Das in diesem Zuge fließende Geld könnte der FCB in den Brasilianer investieren.

Ob die Sache wirklich heiß ist, steht auf einem anderen Blatt. Der Franzose beziehungsweise sein Berater will von einem Abschied aus München nichts wissen, ebenso wie der Klub. Sportdirektor Hasan Salihamidzic betonte kürzlich, dass die Bayern "voll hinter ihm [Hernández]" stehen.


Carlos soll auch Real Madrid und den FC Liverpool verzücken

Zurück zu Carlos: Der wird nicht nur mit den Süddeutschen in Verbindung gebracht, sondern auch mit Real Madrid und dem FC Liverpool. Jürgen Klopp, Coach des letztgenannten Teams, sehe den 1,86 Meter großen Rechtsfuß als idealen Partner für Virgil Van Dijk.

Die Bewährungsprobe in der Primera División hat Carlos jedenfalls bestanden. In dieser Saison gehörte er von Beginn an zu Sevillas Stammpersonal. Er verpasste lediglich zwei LaLiga-Spiele (einmal gesperrt). Dem stehen 29 Einsätze (2 Tore) gegenüber, 28 von Beginn an.

Was seine weitere Zukunft anbelangt, erklärte der Abwehrmann vor Kurzem, dass noch nichts an ihn herangetragen worden sei und er sich dementsprechend derzeit voll und ganz auf Sevilla fokussiere.