Unverhofft kommt oft: Dillon Berko darf sich in der bisherigen Saisonvorbereitung von Borussia Mönchengladbach nicht nur bei den Profis zeigen, plötzlich wird ihm sogar in Aussicht gestellt, näher heranrücken zu können. Hintergrund ist der Ausfall von Yukhym Konoplya.
Mit dem Neuzugang sahen die Fohlen eine Planstelle im Kader für die kommende Spielzeit als geschlossen an. Der Rechtsverteidiger zog sich nun aber einen Innenbandanriss im Knie zu. Der Saisonstart ist in Gefahr, es können nach Angaben der Rheinischen Post sogar bis zu zwei Monate Pause drohen.
Als erste Alternative drängt sich Joe Scally auf. Nach seiner WM-Teilnahme verpasste er die ersten Wochen und damit zwei Testspiele und zusätzlich wurde er für diesen Sommer als Wechselkandidat gehandelt. Nicht ausgeschlossen, dass sich die Personaldichte für diese Position noch verringert.
Denn einen externen Ersatz für Konoplya hat Gladbach der Rheinischen Post zufolge zunächst nicht im Sinn. Und so ergibt sich für Youngster Berko für den Moment eine attraktive Ausgangslage.
Im Training „hört man ihn nicht“
Als sich Konoplya im vergangenen Test gegen Essen (2:1) früh verletzte, war es Berko, der für ihn aufs Feld kam und gut eine Stunde spielte. „Auffällig gut“ sei er gewesen, urteilte Borussen-Trainer Eugen Polanski im Anschluss. Und der Borussen-Trainer machte dem 20-Jährigen Hoffnung: Das Pech des Mitspielers sei „seine Chance, weil es manchmal tatsächlich die Verletzungen sind, die einem Spieler eine solche Möglichkeit gebe“.
Um die Chance tatsächlich ergreifen zu können, muss Berko aber nachlegen und sich weiter bewähren. Das präsente Auftreten, das sich im Vorbereitungsspiel zeigt, ist im Training nämlich offenbar nicht spürbar. „Da hört man ihn nicht“, kommentierte Polanski.
Nun liegt es an Berko, etwas aus der Situation zu machen. Einsatzgeschenke wird Gladbachs Chefcoach nicht verteilen.