Dominik Kohr
1. FSV Mainz 05
„Wirklich gut“: Kohr erweitert Svenssons Optionen in der Abwehr

Kristian Dordevic

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Ein flüchtiger Blick auf den Kader des 1. FSV Mainz 05 erweckt zunächst den Eindruck, als habe Bo Svensson für die Abwehrreihe nur eine überschaubare Auswahl. Der Cheftrainer hat sich aber, auch notgedrungen, seine Optionen geschaffen. Zuletzt überraschend mit Dominik Kohr. Und der hat in der ungewohnten Rolle überzeugt, wie auch Svensson nach dem 2:0-Sieg gegen den SV Werder Bremen feststellte.

„Sehr gut“ habe es der eigentlich im defensiven Mittelfeld beheimatete Fußballer als zentrales Glied der Dreierabwehrkette gemacht. Obwohl er gewissermaßen nicht wusste, was er bekommt, wollte Svensson den starken Auftritt seines Spielers nicht als überraschend hinstellen.

Kohr sei ein routinierter Spieler (227 Bundesligaspiele), „er bringt halt die nötige Voraussetzung mit, um diese Position zu spielen“. Mit je fünf geklärten und abgefangenen Bällen stach der robuste Profi in diesem Spiel sogar den nominellen Innenverteidiger Alexander Hack (je 4) aus. Dass es letztendlich so läuft, „kann man nicht erwarten“, befand Svensson, aber „er hat das wirklich gut gemacht“.


Auch Edimilson Fernandes bewährt sich in der Abwehr

Der Mainz-Coach kann aus dem Werder-Spiel mitnehmen, dass er eine weitere Option für die Abwehrreihe hat. Zuvor hat sich beispielsweise bereits Edimilson Fernandes hinten (rechte Position) bewährt. Nach Einschätzung von LigaInsider wird der Schweizer auch im Heimspiel gegen Köln (Freitag, 20:30) nicht aus der Startelf herausrücken.

Kohrs Versetzung bedeutete für den Konkurrenzkampf im Mittelfeld zugleich, dass ein Platz frei geworden ist, handelt es sich bei ihm doch um eine klare Stammkraft (alle Saisonspiele von Beginn an absolviert). Ob Svensson noch mal in der Abwehr auf seine Dienste zurückgreifen möchte, bleibt jedoch abzuwarten.

Es hängt unter anderem davon ab, ob der erkältete Stefan Bell wieder einsatzbereit ist. Daneben ist auch Außenverteidiger Anthony Caci eine Option für die Mainzer Dreimannverteidigung. Im Gegensatz zu Maxim Leitsch, der infolge eines Erschöpfungszustands bis auf Weiteres raus ist.