In einem turbulenten Duell am 28. Spieltag der Bundesliga trennten sich Eintracht Frankfurt und der 1. FC Köln mit 2:2 (0:0). In einer wilden Schlussphase verspielte die SGE eine Zwei-Tore-Führung gegen die Geißböcke, für die Interimscoach René Wagner ein letztlich gelungenes Debüt feierte.
Die Partie begann ohne langes Abtasten. Bereits in der 1. Minute verpasste Kölns Jakub Kamiński die frühe Führung, als er an SGE-Keeper Zetterer scheiterte. Frankfurt übernahm in der Folge die Spielkontrolle, blieb aber im Abschluss oft zu ungenau. Die größte Chance der ersten Hälfte vergab erneut Kamiński (41.), der nach einem Konter über den agilen Said El Mala freistehend an Zetterer scheiterte. So ging es trotz zahlreicher Möglichkeiten auf beiden Seiten torlos in die Kabine.
Frankfurter Doppelschlag zur vermeintlichen Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel dauerte es bis zur 66. Minute, ehe der Bann gebrochen war: Der eingewechselte Farès Chaïbi bediente nach einem starken Solo Jonathan Burkardt, der aus fünf Metern zum 1:0 einschob. Nur drei Minuten später legte die Eintracht nach: Eine Flanke von Burkardt landete auf Umwegen bei Arnaud Kalimuendo, der den Ball aus 13 Metern unhaltbar in den Winkel jagte (69.).
Wer dachte, die Partie sei entschieden, sah sich getäuscht. Fast postwendend kam Köln zurück: Kamiński zog von rechts nach innen und sein abgefälschter Schuss schlug zum 1:2-Anschluss ein (70.). In der Schlussphase bewies René Wagner ein glückliches Händchen bei seinen Wechseln.
In der 83. Minute kombinierten sich die Joker zum Ausgleich: Marius Bülter bediente im Zentrum den mitgelaufenen Alessio Castro-Montes, der zum 2:2-Endstand einschob. Durch die Punkteteilung festigt Frankfurt Platz 7. Köln sammelt unter dem neuen Trainer einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf.
Tore:
1:0 Jonathan Burkardt (66., Farès Chaïbi)
2:0 Arnaud Kalimuendo (69.)
2:1 Jakub Kamiński (70., Ragnar Ache)
2:2 Alessio Castro-Montes (83., Marius Bülter)