Eintracht Frankfurt
1. Bundesliga
Riera setzt in Frankfurt auf neue Ka­pitänsstruk­tur

Thorben Lorenzen

Albert Riera hat bei Eintracht Frankfurt offiziell seine Arbeit aufgenommen und direkt erste inhaltliche Akzente gesetzt. Auf seiner Antritts-Pressekonferenz am Dienstag machte der neue Cheftrainer deutlich, dass er künftig auf ein erweitertes Kapitänsmodell setzt und mehrere Führungsspieler stärker in die Verantwortung nehmen will.

Der 43-Jährige kündigte an, mit einer erweiterten Führungsgruppe zu arbeiten. Angeführt wird diese weiterhin von Robin Koch. „Der erste Kapitän ist Robin Koch, Mario Götze ist der zweite, Rasmus Kristensen der dritte und Arthur Theate der vierte“, erklärte Riera. Zudem habe die Mannschaft selbst einen weiteren Führungsspieler bestimmt: „Die Gruppe hat einen fünften Kapitän gewählt – in diesem Fall Burkardt.“

Damit ist die Kapitänsriege jedoch noch nicht komplett. In rund zwei Wochen will Riera einen weiteren Kapitän benennen. „Dann werde ich noch einen zusätzlichen Kapitän bestimmen, der vielleicht meinen Zuspruch braucht“, so der Spanier. Ziel der Maßnahme sei es, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen und unterschiedliche Charaktere in den Vordergrund zu stellen.

Auch inhaltlich formulierte Riera klare Erwartungen. Er fordert ein neues Selbstverständnis, insbesondere gegen den Ball. Die Mannschaft müsse „unangenehm“ auftreten, intensiv arbeiten und dem Gegner möglichst wenig Raum lassen. Gut zu spielen bedeute für ihn nicht nur Offensivaktionen, sondern ebenso defensive Konsequenz und Aggressivität.

Viel Zeit zur Umsetzung bleibt dem neuen Trainer nicht. Bereits am Freitag steht für die Eintracht das Bundesliga-Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin (20:30 Uhr) an.