Enzo Millot
VfB Stuttgart
Millot zahlt Vertrauen von Hoeneß zurück

Fabian Kirschbaum

© imagoimages / Sportfoto Rudel

In nur zwei Pflichtspielen des neuen Trainers beim VfB Stuttgart feiert Enzo Millot bereits mehr persönliche Erfolge als in den Vormonaten unter Vorgänger Bruno Labbadia. Am Wochenende gab er sogar unter kämpferischen Gesichtspunkten eine gute Figur ab. Nicht nur dafür wurde er im Nachgang der Partie von Sebastian Hoeneß mit Lob bedacht.

Millot bekam am Sonntag von Beginn an das Vertrauen des Coaches, der ihn ins zentrale Mittelfeld beorderte. Der Franzose zahlte beim 3:2-Sieg gegen den VfL Bochum mit einer Vorlage und einer guten Leistung (LigaInsider-Note: 2,5) zurück.

„Dass er eine gewisse Widerstandskraft hat, habe ich auch schon in Nürnberg [DFB-Pokal, d. Red.] gesehen. Dass er eine Bereitschaft hat, gegen den Ball zu arbeiten“, stellte Hoeneß vor allem das Engagement des 20-Jährigen heraus, der bis zur 70. Minute auf dem Platz blieb. „So wird er natürlich wichtig für uns.“


Millot muss Technik und Grundtugenden in Einklang bringen

An den fußballerischen Qualitäten zweifelt Hoeneß ohnehin nicht. „Das sieht man sofort. Er ist einfach ein ganz feiner Techniker, der uns mit seiner Art, zwischen den Linien aufzudrehen und gute Entscheidungen zu treffen, natürlich auch helfen kann.“ Einen wertvollen Beitrag leistete Millot schon als Einwechselspieler im Pokal, als er gegen den FCN das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg machte.

Die feine Technik allein reicht nicht. „Genauso gilt für ihn, aber auch für die anderen, das über Grundtugenden- und -themen im Fußball dann sichtbar zu machen. Das hat heute gut geklappt“, so der Übungsleiter weiter.

Bei Millot hat es also wohl Klick gemacht, nachdem Ex-Coach Labbadia im Januar noch seine Trainingsleistungen kritisiert hatte und er ein paar Mal gar nicht im Kader stand. Aktuell dürfte der Linksfuß durchaus gute Startelfchancen haben, auch mit Blick auf die kommende Aufgabe gegen den BVB (Samstag, 15:30 Uhr). Wichtig, und auch von Hoeneß eingefordert, ist aber: Dranbleiben!