Eric Martel
1. FC Köln
Lange Stammkraft: Martel kämpft um Star­telfplatz

Robin Meise

Beim 1. FC Köln steht Eric Martel aktuell vor einer ungewohnten Rolle. Der 23-jährige Defensivmann nahm zuletzt auf der Bank Platz, während auf der Sechs Tom Krauß und auch in der Abwehr andere Kollegen den Vorzug erhielten. Cheftrainer Lukas Kwasniok ordnete die Situation auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem VfL Wolfsburg (Freitag, 20:30 Uhr) ein.

Kwasniok betonte, dass Martel, der bisher zur Stammelf gehörte, sehr professionell mit der neuen Situation umgehe. Für ihn selbst sei die Konstellation ebenfalls neu, da sich durch Martels Bankplatz auch die Statik im Spiel verändere – etwa mit Blick auf Kopfballstärke. In der zurückliegenden Partie sei das bei Standards jedoch kein großes Thema gewesen, da die Mannschaft defensiv stabil agiert habe.

Die Rolle Martels sei stark von der jeweiligen Spielidee abhängig. Solange Krauß „so performt, wie er performt“, könne es zu dieser Aufteilung kommen. Entscheide sich der Trainer für zwei eher defensive Sechser, sei Martel weiterhin eine klare Option. „Aber wenn ich wie aktuell einen kreativeren Sechser neben Tom brauche, trifft es ihn leider“, so der Coach. Martel müsse lernen, mit der Situation umzugehen „und zu liefern, wenn er dann gebraucht wird“.

Kwasniok machte zugleich deutlich, dass Martel im Training und bei seinen Einsätzen die richtige Reaktion zeige. Er bringe viel Energie ein, kämpfe gegen die Situation an und habe das zuletzt auch in Freiburg bestätigt. Genau diese Haltung erwarte man – denn Martel bleibt ein wichtiger Faktor, der jederzeit wieder in den Fokus rücken kann.