Ermedin Demirović hat mit Bosnien-Herzegowina das Ticket für die Weltmeisterschaft gelöst – und das unter enormer Belastung. In den beiden Playoff-Partien stand der Stürmer insgesamt 235 Minuten auf dem Platz und setzte sich jeweils im Elfmeterschießen gegen Wales und Italien durch.
Trotz dieser intensiven Länderspielreise bleibt der 28-Jährige für Trainer Sebastian Hoeneß ein Kandidat für die Startelf im Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag (18:30 Uhr). „Das ist Medo grundsätzlich immer“, stellte der Coach auf der Pressekonferenz klar, schränkte jedoch zugleich ein, dass die finale Entscheidung noch aussteht.
Hoeneß lobt Belastbarkeit
Hoeneß zeigte sich beeindruckt vom Einsatz seines Angreifers: „Er hat erst 120 Minuten gespielt und dann fünf Tage später noch mal 115 Minuten auf dem Platz gestanden. Das ist enorm.“ Gleichzeitig verwies der Trainer darauf, dass neben der Spielzeit auch die Reisestrapazen eine Rolle spielen.
Die Nationalspieler werden am Donnerstag im Training zurückerwartet. Dann soll im Austausch mit Demirović geklärt werden, wie gut er die Belastung verkraftet hat. „Er ist ein Spieler, der Belastungen grundsätzlich gut verträgt“, so Hoeneß, „dennoch müssen wir das jetzt in Ruhe besprechen.“
Ob Demirović trotz der intensiven Tage direkt wieder von Beginn an aufläuft, bleibt damit offen.