Ernest Poku
Bayer 04 Leverkusen
Poku und die Suche nach dem Momentum

Kristian Dordevic

Ernest Poku musste zuletzt mit einer ungewohnten Rolle vorliebnehmen. Statt regelmäßig von Beginn an aufzulaufen, ging es für ihn als Bankspieler darum, wieder sein Momentum zu finden. Vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli ordnete Trainer Kasper Hjulmand die Entwicklung des Flügelflitzers ein und stellte klar, dass es sich nicht um einen grundsätzlichen Bedeutungsverlust handle.
 
Nachdem der offensive Mittelfeldspieler über Wochen hinweg wettbewerbsübergreifend nahezu durchgängig in der Startelf gestanden hatte, blieb ihm in den vergangenen vier Pflichtspielen nur die Bank – teils mit späten Jokereinsätzen, einmal sogar ganz ohne Spielzeit.
 
 „Spieler sind Menschen. Es ist ganz normal in der Saison, das Momentum im Spiel zu suchen“, erklärte der Leverkusener Trainer am Freitag. Poku bringe mit seinem Tempo und den Tiefenläufen weiterhin wichtige Qualitäten ein.
 

Poku sucht „sein bestes Spiel“


Es könne aber strategisch sinnvoll sein, diese Stärken gezielt einzusetzen. „Manchmal sage ich: Ich habe gerne den Speed und die Tiefenläufe von Poku in den letzten Minuten des Spiels, vielleicht in der zweiten Halbzeit“, so Hjulmand. Er habe die Bedeutung der Schlussphase oft betont. „Es ist auch wichtig, wie wir diese letzten Minuten im Spiel spielen“, wird der Bayer-Coach nicht müde, das weiter zu predigen.
 
So oder so sei Poku „super für uns und die Mannschaft“. Zwar habe der Offensivmann zuletzt „sein bestes Spiel gesucht“, doch das sei kein Grund, Alarm zu schlagen. „So ist das immer für alle. Wir suchen alle unsere besten Minuten“, sagte Hjulmand.
 
Die klare Botschaft: Trotz der jüngsten Bankplätze genießt Poku weiterhin das Vertrauen seines Trainers – und bleibt eine ernsthafte Option, sei es von Beginn an oder als belebendes Element im Spielverlauf.