Bei Bayer 04 Leverkusen steht Ernest Poku trotz zuletzt geringerer Erträge weiterhin hoch im Kurs. Der 22-jährige Linksaußen, der Mitte August für 10 Millionen Euro von AZ Alkmaar zur Werkself wechselte, genießt nach wie vor das Vertrauen von Cheftrainer Kasper Hjulmand.
Zwar habe Poku nach starkem Start etwas an unmittelbarer Wirkung verloren, doch Hjulmand ordnete das nüchtern ein. Der Niederländer habe „große Schritte gemacht“ und erfülle weiterhin eine wichtige Rolle im Leverkusener Spiel. Besonders hob der Coach das Zusammenspiel mit Alejandro Grimaldo hervor. Poku halte überwiegend den Außenpunkt, was Grimaldo zusätzliche Freiheiten verschaffe, um aus der Tiefe nach innen zu ziehen.
Auch individuell sieht Hjulmand positive Ansätze. Gegen den SV Werder Bremen habe nicht viel zu einem Tor gefehlt – ein Moment, der die Wahrnehmung schnell hätte verändern können. „So ist das manchmal“, erklärte der Trainer und betonte, dass es sportlich wieder gut aussehe bei Poku.
Mit Blick auf die hohe Belastung relativierte Hjulmand zudem mögliche Rotationsgedanken. Drei Spiele in sechs Tagen machten Wechsel auf allen Positionen denkbar. Eine mögliche Pause wäre daher weniger leistungsbezogen als vielmehr der Belastungssteuerung geschuldet. Grundsätzlich zeigte sich der Coach zufrieden: Poku bringe ein etwas anderes Profil für die offensive Zentrale mit, spiele bewusst breiter – und öffne damit Räume für andere.