FC Bayern München
1. Bundesliga
Aufholjagd kommt zu spät: Frankfurt verliert in München

Kristian Dordevic

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Der FC Bayern München hat Eintracht Frankfurt am 23. Spieltag mit 3:2 bezwungen. Nach einer dominanten ersten Hälfte und einer scheinbar beruhigenden 3:0-Führung wurde es im Schlussabschnitt durch zwei individuelle Patzer der Münchner noch einmal unnötig spannend. Am Ende brachte der FCB den Heimsieg dennoch über die Zeit.
 
Von Beginn an spielte fast nur Bayern: hohes Pressing, viel Tempo über die Flügel und eine Eintracht, die lange kaum Entlastung fand. Frankfurt kam erst spät zu einem ersten Abschluss, während die Münchner schon früh Ecken und Torschüsse sammelten. Die Führung war folgerichtig: Nach einer kurzen Variante blieb ein Kopfball nur unzureichend geklärt, Aleksandar Pavlović zog per Volley von außerhalb des Sechzehners ab – und Kaua Santos ließ den Flachschuss durch die Finger rutschen (16.).
 
Wenig später legte Bayern nach. Olise brachte den Ball scharf vor das Tor, Stanišić verlängerte am ersten Pfosten – Harry Kane stieg hoch und köpfte zum 2:0 ein (20.). Auch danach blieb das Bild gleich: Bayern kontrollierte, Frankfurt kam kaum über Querpässe hinaus. Kurz vor der Pause waren die Gäste erstmals länger in der Münchner Hälfte, blieben aber ohne echte Durchschlagskraft.
 

Davies raus, Frankfurt zeigt kurz Lebenszeichen


Nach Wiederanpfiff meldete sich die Eintracht zunächst aktiver, Doans Flanke und Dahouds Kopfball strichen knapp vorbei. Es blieb jedoch bei einem kurzen Aufflackern – zumal die Bayern weiterhin strukturiert verteidigten und selbst gefährlich blieben. Ein Dämpfer folgte für den FCB, als Alphonso Davies nach kurzer Behandlung runter musste, Ito kam positionsgetreu (50.).
 
Frankfurt brachte nach einer Stunde frische Kräfte, darunter Jonathan Burkardt, der erstmals seit Ende November wieder zum Einsatz kam. Die Eintracht schob nun etwas höher, witterte eine Chance – und wurde dann eiskalt bestraft.
 

Kane trifft erneut – dann wird es plötzlich wild


Bayern lieferte auf die Frankfurter Druckphase die perfekte Antwort. Kimmich eroberte im hohen Pressing den Ball, Kane drehte auf und schlenzte flach und präzise aus der Distanz zum 3:0 ein – sein 28. Ligator der Saison (68.). Die Partie schien entschieden.
 
Doch die Münchner halfen der SGE zurück ins Spiel. Nach VAR-Check entschied Schiedsrichter Tobias Reichel auf Elfmeter, weil Kane Höjlund im Strafraum an der Ferse getroffen hatte. Burkardt verwandelte beim Comeback sicher links unten zum 1:3 (77.). Frankfurt bekam dadurch sichtbar Rückenwind, ohne zunächst zwingend zu werden.
 
Als die Eintracht in der Schlussphase noch einmal drückte, legte Bayern sogar den nächsten Fehler nach: Kimmich spielte vor der eigenen Torlinie quer zu Kim, der zu passiv agierte – Kalimuendo spritzte dazwischen und schob zum 2:3 ins leere Tor ein (86.). Plötzlich war wieder Feuer drin, Frankfurt suchte den Ausgleich und kam in der Nachspielzeit durch Götze beinahe noch zu einer guten Gelegenheit, schoss nach Browns scharfer Hereingabe aber knapp drüber.
 
Bayern konterte in den letzten Minuten, verwaltete anschließend den Ball – und brachte den Sieg über die Zeit. Trotz der späten Wackler bleibt ein Abend, an dem der FCB lange klar überlegen war, sich die Schlussphase aber selbst unnötig schwer machte.

Tore:
1:0 Aleksandar Pavlović (16.)
2:0 Harry Kane (20., Stanišić)
3:0 Harry Kane (68., Kimmich)
3:1 Jonathan Burkardt (77./FE, Højlund)
3:2 Arnaud Kalimuendo (86.)

Aufstellung von Bayern München


Aufstellung von Eintracht Frankfurt