FC Bayern München
1. Bundesliga
Reservisten im Blick: Kompany deutet Rotation an

Robin Meise

Beim FC Bayern München werden in den kommenden Wochen auch Spieler wieder stärker in den Fokus rücken, die zuletzt weniger Einsatzzeit erhalten haben. Cheftrainer Vincent Kompany deutete vor dem Bundesliga-Duell mit Borussia Mönchengladbach (Freitag, 20:30 Uhr) an, dass sich die Einsatzverteilung im Kader bald wieder verschieben könnte.

Ein Blick auf die jüngste Einsatzbilanz zeigt, dass einige Profis zuletzt eher im Hintergrund standen. Besonders auffällig ist die Situation von Raphaël Guerreiro: Der Linksverteidiger kam in den vergangenen sieben Bundesliga-Partien gar nicht zum Einsatz. Auch Nicolas Jackson wartet weiterhin auf mehr Spielzeit. Der Angreifer verbuchte in den letzten sechs Liga-Spielen immerhin drei Jokerauftritte, blieb dabei jedoch ohne längere Einsatzphasen.

Kompany setzt auf breite Kaderrotation


Kompany betonte auf der Pressekonferenz, dass er sich um die Spielpraxis seiner Akteure keine großen Sorgen mache. „Es gibt vielleicht zwei Spieler, die ein bisschen weniger Rhythmus haben, weil wir weniger Spiele haben. Sie sind vielleicht nicht mehr reingekommen oder haben etwas länger nicht mehr gespielt“, erklärte der Coach. Insgesamt sei der Kader jedoch bereit, wenn die nächste Phase mit vielen Spielen beginne.

Der Bayern-Trainer verwies dabei auch auf die kommenden Wochen mit mehreren Englischen Wochen und anschließenden Länderspielreisen. „Die Jungs wissen auch, dass ihre Momente kommen. So sind wir auch dahin gekommen, wo wir jetzt sind“, sagte Kompany. Es sei wichtig gewesen, im Saisonverlauf möglichst viele Spieler einzubinden – und an diesem Ansatz wolle er festhalten.

Kane-Ausfall eröffnet Optionen im Angriff


Zusätzliche Möglichkeiten könnten sich bereits im Spiel gegen Gladbach ergeben. Top-Stürmer Harry Kane fällt wegen eines Schlages auf die Wade aus. Dadurch entstehen im Offensivzentrum neue Optionen für die Startelf.

Neben Jackson bietet sich auch Serge Gnabry für die Sturmspitze an, wobei offen bleibt, wer von Beginn an eingeplant wird oder zunächst als Joker bereitsteht. Durch die unausweichliche Neubesetzung im Sturmzentrum ergibt sich hinter der Spitze zusätzlicher Raum – etwa für Jamal Musiala oder Lennart Karl auf der Zehnerposition. Gnabry ist dort ebenso eine Option und auch Raphaël Guerreiro hatte in der Vergangenheit bereits zweimal zentral hinter den Spitzen agiert, als Kane fehlte.

Bezüglich Gnabry wird Bayerns-Coach sicher auch ein genaues Auge auf die Belastungssteuerung werfen. Fünf der vergangenen sechs Pflichtspiele bestritt er von Beginn an und die Münchener stehen nach dem Gladbach-Spiel vor anspruchsvollen Tagen, in denen es zu zwei Duellen mit Atalanta B.C. (Champions-League-Achtelfinale) und dazwischen zum Aufeinandertreffen mit Leverkusen kommt. Hier wird ein fitter Gnabry gebraucht.

Unabhängig von der konkreten Aufstellung machte Kompany deutlich, dass er seinem gesamten Kader weiterhin vertraut. Die Spieler, die zuletzt weniger Minuten erhalten haben, könnten daher schon bald wieder stärker in Erscheinung treten. Gut für alle Hobby-Manager: Die Bayern-Aufstellung gegen Gladbach ist am Freitagabend frühzeitig ersichtlich …