Der FC St. Pauli hat seine Negativserie beendet und den VfB Stuttgart am Millerntor mit 2:1 bezwungen. Trotz deutlich weniger Ballbesitz präsentierten sich die Kiezkicker leidenschaftlich und defensiv stabil, während die Gäste lange ideenlos blieben. Für Stuttgart war es die erste Bundesliga-Niederlage des Jahres 2026.
Die Schwaben kontrollierten die Anfangsphase, fanden gegen die kompakte Pauli-Defensive jedoch kaum Lösungen. Deniz Undav köpfte aus spitzem Winkel nur an den Außenpfosten, Chris Führich scheiterte an Nikola Vasilj. Effizienter zeigte sich die Blessin-Elf: Nach einer sehenswerten Kombination über Martijn Kaars und Jackson Irvine traf Manolis Saliakas aus halbrechter Position trocken ins rechte Eck zur Führung (35.).
Nach dem Seitenwechsel erhöhte der VfB den Druck, doch erneut schlug St. Pauli zu. Nach VAR-Überprüfung zeigte Schiedsrichter Benjamin Brand auf den Punkt, nachdem Führich der Ball im Strafraum an die Hand gesprungen war. Danel Sinani verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zum 2:0 (55.). Stuttgart ließ in der Folge zwar Ball und Gegner laufen, zwingende Abschlüsse blieben jedoch Mangelware.
Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal spannend. Nach mehreren geblockten Versuchen legte Jeremy Arévalo den Ball halblinks zu Jamie Leweling ab, der trocken ins linke Eck verkürzte (90.). Für mehr reichte es nicht. St. Pauli verteidigte den Vorsprung mit großem Einsatz und sammelte wichtige Punkte im Tabellenkeller, während der VfB seine Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen konnte.
Tore:
1:0 Manolis Saliakas (35., Arkadiusz Pyrka)
2:0 Danel Sinani (55., Handelfmeter)
2:1 Jamie Leweling (90., Jeremy Arévalo)