Felipe Chávez
1. FC Köln
So sieht die Rolle von Neuzugang Chávez in Köln aus

Robin Meise

Der 1. FC Köln setzt laut dem GEISSBLOG große Hoffnungen in Felipe Chávez. Der 18-jährige Offensivspieler, der mit Kaufoption vom FC Bayern München kam, ist nicht als Projekt für die Zukunft eingeplant, sondern soll sofort eine Rolle spielen. Intern wird klar damit gerechnet, dass Chávez der Mannschaft in der Rückrunde neue Impulse gibt – spielerisch wie auch strukturell.

Aus Kölner Sicht liegt der Mehrwert vor allem im Ballbesitzspiel. Chávez bringt jene technische Sauberkeit, Übersicht und Kreativität mit, die Trainer Lukas Kwasniok zuletzt häufiger eingefordert hatte. Entsprechend vielseitig sind auch die angedachten Einsatzgebiete: Als offensiver Part einer Doppelsechs könnte er Struktur geben und das Spiel zwischen den Linien beleben. Alternativ ist er eine Option auf der Zehn oder auf dem rechten Flügel, wo er sowohl vorbereitend als auch selbst torgefährlich agieren kann.

Die Konsequenz: Der Konkurrenzkampf um Kaderplätze und Einsatzzeit verschärft sich. In der Zentrale gerät vor allem der zuletzt kaum berücksichtigte Denis Huseinbašić weiter unter Druck, während in offensiveren Rollen auch Luca Waldschmidt und perspektivisch Jan Thielmann stärker gefordert sind. Chávez wird dabei nicht behutsam herangeführt, sondern gilt als Kandidat für baldige Einsätze – ähnlich wie andere junge Spieler, auf die Kwasniok zuletzt setzte.

Unterm Strich erhöht der Neuzugang die Flexibilität und Qualität im Kölner Offensivspiel. Chávez steht für Kreativität, Abschlussstärke und Variabilität, und genau diese Attribute sollen dem FC im Saisonendspurt helfen.