Florian Neuhaus
Borussia Mönchengladbach
Neuhaus droht bitteres Glad­bach-Ende

Robin Meise

Die sportliche Situation von Florian Neuhaus bei Borussia Mönchengladbach bleibt weiter kompliziert. Unter Cheftrainer Eugen Polanski spielt der zentrale Mittelfeldspieler im Saisonendspurt kaum noch eine Rolle – und eine Einsatzgarantie als mögliches Abschiedsgeschenk wird es offenbar ebenfalls nicht geben, wie BILD berichtet.

Neuhaus kam unter Polanski in den vergangenen zwölf Bundesliga-Partien lediglich auf zwei Kurzeinsätze. Neunmal blieb der 29-Jährige trotz Aufwärmens ohne Einsatzminute. Gegen den 1. FSV Mainz 05 schaffte er es zuletzt nicht einmal in den Spieltagskader.

Intern gilt ein Abschied des langjährigen Gladbachers im Sommer längst als realistisches Szenario. Bereits in den vergangenen Transferperioden gab es Gerüchte über einen Wechsel, der jedoch nicht realisiert wurde. Der Vertrag des früheren Nationalspielers läuft zwar noch bis 2027, allerdings dürfte die kommende Transferperiode die letzte Gelegenheit sein, noch eine nennenswerte Ablöse zu erzielen.

Polanski verteilt keine Geschenke


Gerade deshalb wäre Spielzeit in den verbleibenden Partien gegen den FC Augsburg und die TSG Hoffenheim aus Sicht des Spielers wichtig, um sich für potenzielle Interessenten zu empfehlen. Polanski stellte diesbezüglich jedoch klar, dass persönliche Situationen keinen Einfluss auf seine Entscheidungen haben werden.

„Ich bin kein Freund davon, Spielzeit zu verschenken“, erklärte der Gladbach-Coach. Einsatzminuten müssten sich Profis „über Leistung im Training und im täglichen Arbeiten“ verdienen. „Am Ende geht es darum, dass die Entscheidungen sich an Leistung orientieren“, so Polanski weiter.

Gladbach plant offenbar ohne Neuhaus


Die gemeinsame Zeit neigt sich nun wohl dem Ende entgegen. Einst galt Neuhaus als eines der Gesichter des Gladbacher Spiels, absolvierte zehn Länderspiele für Deutschland und war nach Einschätzung von Transfermarkt zwischenzeitlich 38 Millionen Euro wert.

Mittlerweile ist sein Marktwert laut dem Portal auf 3,5 Millionen Euro gefallen. Gleichzeitig soll Gladbach intern offen für einen Verkauf sein. Sportchef Rouven Schröder stellte auf der Pressekonferenz am Donnerstag klar, dass die Aufstellung allein beim Trainer liege. Zwar gebe es „einen intensiven Austausch“ mit Polanski, Einfluss auf personelle Entscheidungen nehme die sportliche Führung jedoch nicht.

Für Neuhaus sind das vor dem Bundesliga-Endspurt keine besonders positiven Signale.