Bei Borussia Mönchengladbach sorgte die Aufstellung im Spiel gegen die TSG Hoffenheim (1:5) durchaus für etwas Verwunderung. Ausgerechnet Florian Neuhaus, der zuletzt mit ansteigender Form auf sich aufmerksam gemacht hatte, saß über die komplette Spielzeit auf der Bank.
Cheftrainer Eugen Polanski erklärte auf der Pressekonferenz nach der Partie seine Entscheidung. Ausschlaggebend sei weniger die Leistung von Neuhaus gewesen als vielmehr die Überlegungen zur Spielanlage: „Weil wir einen großen Kader haben und ich die Spieler auch belohnen und in den Profilen, die wir brauchen, auf den Platz bringen will.“
Gegen Hoffenheim habe man mit einer intensiven Partie gerechnet. Entsprechend sollte die personelle Umstellung mehr Zweikampfstärke, defensives Denken und Tempo im Umschaltspiel bringen. „Die Umstellung hätte uns eigentlich gutgetan“, erklärte Polanski. Dafür hätten mehrere Faktoren jedoch besser greifen müssen. Letztlich habe es im Spiel an Genauigkeit gefehlt: Man hätte besser umschalten, „besser Fußball spielen und mit Sicherheit auch besser verteidigen“ müssen.
Neuhaus’ Bankplatz war somit eine taktische Entscheidung – und kein grundsätzliches Signal gegen den Spielgestalter, der im Konkurrenzkampf weiterhin eine Rolle spielt.