Heidenheim-Trainer Frank Schmidt hat auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 deutlich auf die Kritik an seinem Torwartwechsel reagiert. Bezugnehmend auf einen Bericht des kicker stellte Schmidt klar, dass die Versetzung von Diant Ramaj auf die Bank „keine schallende Ohrfeige“ sei und er die Entscheidung auch nicht „eiskalt abmoderiert“ habe.
Der Trainer betonte erneut, dass man sich die Entscheidung keineswegs leicht gemacht habe. Frank Feller habe sich den Einsatz durch Top-Leistungen in den letzten Wochen und bereits in der vergangenen Saison (u. a. in der Conference League) schlichtweg verdient. Ramaj habe in dieser Runde, wie andere Spieler auch, Höhen und Tiefen erlebt.
„FCH-DNA“ statt Bauernopfer
Schmidt widersprach auch der Interpretation, Ramaj sei „eine Art Bauernopfer“ für die fehlende defensive Stabilität. Das Quäntchen Glück, das Ramaj zuletzt etwa beim Pfostentreffer gegen die Bayern fehlte, sei lediglich ein „zusätzlicher Grund“ gewesen, aber nicht der eigentliche Auslöser für den Wechsel. Die Entscheidung sei vielmehr ein Zeichen der „Selbstlosigkeit“ und des „Zusammenhalts“ innerhalb der Mannschaft.
Besonders hob der Coach die Reaktion der bisherigen Nummer eins hervor: „Diant hat dann gesagt, dass er es versteht. Er hat auch damit gerechnet und (...) gesagt, dass er (Feller) genau die gleiche Unterstützung kriegt, die er selbst die ganze Saison bekommen hat.“ Laut Schmidt ist dies „FCH-DNA at its best“, ohne böses Blut oder Schuldzuweisungen.
Am Samstag benötigt Heidenheim einen Sieg und bestenfalls ein Unentschieden zwischen dem FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg, um noch an den Konkurrenten vorbeizuziehen und sich den Relegationsplatz zu sichern.