Gökhan Inler
1. Bundesliga
Annäherung mit Schalke?

Kristian Dordevic

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Der FC Schalke 04 arbeitet dieser Tage womöglich schon am nächsten Leihgeschäft: Nach Younès Belhanda ist nun der Schweizer Gökhan Inler von Leicester City ein Anwärter auf eine entsprechende Verpflichtung. Wie Andreas Böni, der Fußball-Chef der schweizerischen "Blick"-Gruppe vermeldete, haben sich Verein und Spieler angenähert, eine Leihe sei demnach auf einem guten Weg. Es gelte lediglich noch, die Gebühr zu diskutieren.


Breitenreiter noch nicht überzeugt

In Sachen Gehaltsfragen sei Inler aber zu Abstrichen bereit. Einen ähnlichen Eindruck vermittelte auch Schalke-Coach André Breitenreiter im "kicker", wenngleich ihn allmählich ein ungutes Gefühl beschleicht. "Ich glaube nicht, dass es ein finanzielles Problem ist", so die Einschätzung des Trainers, der vielmehr den Eindruck hat, dass es den 31-jährigen Nationalspieler gar nicht so sehr ins Revier ziehe.

"Ich stehe dafür, auch die Mentalität im Kader zu erhöhen", erklärte Breitenreiter, dafür brauche er Spieler, die "Bock auf Schalke haben". Diese Qualität sieht er bei Inler offenbar noch nicht hinreichend ausgereift. Unterm Strich gab er zu verstehen, dass er ungeachtet des fußballerischen Potenzials lieber auf einen Akteur verzichten würde, wenn jener Hunger fehlt.

Für diese Einstellung erntete der ehemalige Paderborner Übungsleiter das Lob von S04-Sportvorstand Horst Heldt. Man müsse den Hut davor ziehen, dass Breitenreiter so großen Wert auf Spieler lege, "die die Faszination Schalke 04 begreifen. Es war in der bisherigen Winterpause das eine oder andere Mal schnell erkennbar, dass das nicht vordergründig war." Wohl auch ein Seitenhieb in Richtung Renato Augusto, dessen Transfer dem Vernehmen nach an zu hohen Gehaltsforderungen gescheitert war.

Was die Personalie Inler anbelangt, hielt der Manager lediglich fest, dass hinsichtlich des Gesamtpakets "der Teufel im Detail" liege.