Bei Borussia Dortmund geriet nach dem 1:4 im Playoff-Rückspiel der Champions League gegen Atalanta B.C. vor allem Gregor Kobel in den Fokus. Dem 28-Jährigen unterlief in der Nachspielzeit ein folgenschwerer Fehler – und doch stellte sich Trainer Niko Kovač demonstrativ vor seinen Schlussmann.
In der 94. Minute spielte Kobel den Ball direkt in die Füße von Pašalić, der die Szene scharf in den Fünfmeterraum brachte. Ramy Bensebaini klärte zunächst mit der Hacke, traf dabei jedoch Krstović im Gesicht. Nach VAR-Überprüfung entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter – der vierte Gegentreffer besiegelte daraufhin das Aus.
Besonders bitter: Kobel hatte bis dahin über weite Strecken eine starke Partie gezeigt und sein Team mehrfach im Spiel gehalten. Umso schwerer wog die falsche Entscheidung im Aufbau.
Kovač stärkt den Vizekapitän
Auf der Pressekonferenz machte Kovač nach dem Spiel klar, dass er seinem Keeper keinen Vorwurf macht. Kobel sei „ein sehr wichtiger Bestandteil dieser Mannschaft“ und habe „schon viele gute Spiele für uns gebracht“. Der Torwart habe sich unmittelbar entschuldigt, weil es ihm „sehr leid getan“ habe. „So ist Fußball. Wir nehmen ihn wieder mit. Er ist unser Spieler und Vizekapitän“, betonte der BVB-Coach.
Trotz des bitteren Moments bleibt Kobel unumstrittene Nummer eins. Der Rückhalt des Trainers ist eindeutig – und dürfte für den Schweizer in den kommenden Aufgaben ein wichtiges Signal sein. Als kommender Gegner wartet mit Bayern München (Samstag, 18:30 Uhr) ein Schwergewicht auf den BVB.