Jakub Kamiński
1. FC Köln
Nicht eingehaltene Zusage: Kamiński zeigt Verständnis

Kristian Dordevic

Jakub Kamiński gehört in dieser Saison zu den prägenden Figuren beim 1. FC Köln. Dabei musste der 23-Jährige häufiger auf ungewohnten Positionen aushelfen, obwohl ihm zu Beginn der Spielzeit eigentlich eine feste Rolle in Aussicht gestellt worden war, was auch einen Beweggrund für seinen Wechsel dargestellt hatte.
 
Der Offensivspieler, der für die Saison 2025/26 vom VfL Wolfsburg ausgeliehen ist, wird bei den Kölnern aufgrund seiner Vielseitigkeit regelmäßig flexibel eingesetzt. Neben offensiven Rollen auf den Flügeln lief Kamiński phasenweise auch als Schienenspieler oder im zentralen Mittelfeld auf. Für diese häufigen Positionswechsel hatte sich FC-Trainer Lukas Kwasniok zuletzt sogar öffentlich entschuldigt.
 
Der Coach räumte ein, dass er eine Zusage aus der Saisonvorbereitung nicht habe einhalten können. Damals sei dem polnischen Nationalspieler in Aussicht gestellt worden, überwiegend auf der linken offensiven Position, seiner Lieblingsposition, eingesetzt zu werden.
 

„Super“ Saison beim 1. FC Köln


Kamiński reagierte darauf gelassen und nahm die Entschuldigung an. „Ja, klar! Was soll ich sonst sagen? Ich habe das Vertrauen vom Trainer vom ersten Spiel an bis jetzt“, erklärte der 23-Jährige laut kicker. Schließlich seien immer wieder mehrere Spieler verletzt gewesen und er könne nun mal verschiedene Posten bekleiden.

Er betonte seine Bereitschaft, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen: „Ich mache alles für den Trainer, für die Mannschaft und für den Verein.“ Gleichzeitig machte der Offensivspieler deutlich, wo er seine größten Stärken sieht. „Ich spiele am liebsten hinter den Stürmern oder auf der linken Seite. Da kann ich die Mannschaft mit meiner Leistung am besten unterstützen.“
 
Dass ihm eine offensivere Rolle liegt, zeigte sich zuletzt im Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Dort durfte Kamiński zentraler im Zehnerbereich agieren und erzielte beim 1:2 seinen ersten Bundesliga-Treffer seit Ende November.
 
Unzufrieden ist der Leihspieler mit seinem bisherigen Saisonverlauf keineswegs. Mit zahlreichen Bundesliga-Einsätzen und weiteren Auftritten für die Nationalmannschaft läuft die Spielzeit für ihn persönlich nach eigener Einschätzung „super“. Hinzu kommt: Seine sportliche Bedeutung in Köln ist deutlich größer als zuletzt bei seinem Stammklub Wolfsburg.