Jamal Musiala
FC Bayern München
Musiala wird weiter behutsam aufgebaut

Robin Meise

In München geht es für Jamal Musiala weiter klar bergauf. Nach langer Pause infolge eines Wadenbeinbruchs feierte der 22-Jährige zuletzt sein Startelf-Comeback – und setzte direkt ein Ausrufezeichen.

Im Champions-League-Duell gegen die PSV Eindhoven stand Musiala am Mittwoch erstmals wieder von Beginn an auf dem Platz. Beim 2:1-Erfolg der Bayern steuerte der Offensivspieler nicht nur viel Dynamik bei, sondern erzielte auch selbst einen Treffer. Zuvor war er nach seiner Rückkehr bereits zu zwei Kurzeinsätzen gekommen.

„45 Minuten auf physisch hohem Niveau“


Cheftrainer Vincent Kompany ordnete die Leistung und den Fitnessstand seines Spielmachers auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel beim Hamburger SV (Samstag, 15:30 Uhr) ein. Besonders die erste Halbzeit hat den Coach beeindruckt: „Er sah nach 45 Minuten ganz frisch aus. Da war ich überrascht, dass er das schon bringen kann. 45 Minuten auf einem physisch hohen Niveau.“

Nach der Pause merkte man Musiala die Belastung jedoch an. „Danach konnte er nicht mehr. Dann hat er noch die 15 Minuten weitergemacht, obwohl er schon tot war“, schilderte Kompany offen. Umso bemerkenswerter sei es gewesen, dass der Offensivmann trotzdem noch den Treffer erzielte: „Er hat dann auch noch das Tor gemacht, das ist auch eine Qualität.“

Für den weiteren Verlauf der Saison mahnt Kompany jedoch zur Geduld. Musiala sei zwar „wieder einen Schritt weiter“, aber noch nicht bei voller Belastbarkeit. „Ob das jetzt bedeutet, dass er dreimal die Woche spielen kann? Wahrscheinlich nicht. Fit wird er langsam – und das ist gut für uns.“ Damit deutet sich an, dass die Bayern ihren Ausnahmespieler weiter behutsam aufbauen werden.